naja ...
ich bin halt der meinung, dass das problem einer stark alternden gesellschaft JETZT zumindest mal ansatzweise andiskutiert gehört um dann vielleicht schon lösungen parat zu haben, wenns wirklich mal soweit ist. -> AUFGABE DER POLITIK! wenn ich daran denke, dass hier leute zwischen 55 und 60 jahren über pensionsreform(en?) diskutieren muss ich eigentlich eh nur lachen ...
ich weiss um ganz ehrlich zu sein nicht, ob ich bereit bin mehr als meinen halben lohn in 20jahren in ein umlageverfahren zu bezahlen von dem ich dann (wenns so weiter geht) sowieso nichts mehr rausbekommen werde (sprich privatvorsorge)! und da liegt für mich einfach der grosse haken in dem ganzen system.
klar kann man nie voraussagen, wie alt der mensch im durchschnitt wird, aber ich finde einfach, dass man aus den fehlern der vergangenheit lernen muss.
ich vergönne jedem sein leben und die beste medizinische unterstützung - die frage ist halt, ob das nicht langfristig in extremen spannungen enden wird (die sozialabgaben werden zwangsweise steigen)!
die verkonservativierung mitteleuropas ist jetzt schon im gange: jeder weiss, dass alte menschen möglichst nichts neues wollen - ganz egal ob es sich hier um errungenschaften wie computer/internet oder eben auch politik handelt -> PROBLEM: grosse reformen sind dann unmöglich!! wenn zb. in einer demokratie 50% pensionisten sind wirds sichs auch nie mehr demokratisch ausgehen eine pensionsreform (die dann vielleicht die jungen leute entlastet) durchzuziehen! JEDER ist auf seinen eigenen vorteil bedacht.
1. eingreifen in bestehende pensionen: ich habe auch einen vertrag mit dem staat bezüglich pensionen, werde aber aller voraussicht nach NICHT EINMAL EIN DRITTEL von der pension erhalten wie ein jetztiger pensionist (obwohl ich das doppelte einzahlen werde)! ist es gerecht zb. einen 30jährigen familienvater, der gerade ein haus gebaut hat höher zu besteuern, damit eine 80jährige weiterhin zb. 2000€ pension erhält (de facto mehr als der 30-jährige verdient!!). meiner meinung nach nicht.
2. das wohl problematischste kapitel. darauf weiss wohl niemand eine antwort - ich möchte hier auch nie eine entscheidung treffen müssen!
3. kirche war ein beispiel für eine konservative institution. prinzipiell ist es egal wie diese organisation heisst, aber mit dem alter werden menschen nachweislich abgeneigter gegen neuerungen.
4. die forschungsquote zb. vor 1938 war in österreich um einiges höher als heute! damals gabs erst recht kein geld, die gesellschaft war jünger - jüngere menschen sind risikofreudiger (investieren zb. in ein neues produkt)!
ich sehe das hauptproblem darin, dass wir uns aufgrund unserer demographischen entwicklung unseren wohlstand buchstäblich nicht mehr leisten können: die ausgaben steigen enorm, die einnahmen sinken kontinuierlich - und ich glaube nicht, dass zb. technischer fortschritt (höhere produktivität) hier gross was ändern können!
und: wann gabs keinen aufschrei gegen höhere steuern/höhere belastungen??
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"Geschichte sind die Lügen auf die man sich geeinigt hat." Napoleon Bonaparte.
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