|
Großmeister
Registriert seit: 06.08.2001
Ort: Wien
Beiträge: 5.077
|
Zitat:
"Die biologischen Wirkungen von Elektrosmog sind noch gar nicht bekannt, die jetzigen Grenzwerte sind zu hoch."
Es gibt mittlerweile so viele Publikationen, dass selbst Ex*per*ten sie kaum noch überblicken. Da*ten*banken wie die In*for*mation Ventures in Philadel*phia haben bis Mitte 2002 über 25.000 wis*sen*schaftliche Arbeiten ge*sam*melt, die von Fachleuten ausgewertet wurden. Wenn die in Deutsch*land gel*ten**den Grenz*werte einge*halten wer*den, sind nach Mei*nung inter*nationaler Experten und Gremien Schad*wir**kun*gen aus*ge*schlos*sen (2,4,5,8,9,11).
"Die neuen, digital gepulsten Hochfrequenz*techni*ken sind be*son*ders gefährlich."
Seit einem halben Jahrhundert gibt es Fern*sehen, das zu ca. 80% aus gepulsten Signalen besteht. Negative Aus*wirkungen auf die Gesundheit sind nicht bekannt. Dafür, dass an*de*re gepulste Sig*nale, wie die des digita*len Mobil*funks, gesund*heits*schädlich sind, gibt es bisher ebenfalls keinerlei epidemiologische Anhaltspunkte (4,5,10).
"Langzeitwirkungen des Elektrosmogs sind unbe*kannt."
Nieder- und hochfrequente technische Felder gibt es seit Beginn dieses Jahrhunderts, also seit gut drei Ge*ne*ratio*nen. Diese Zeit, in der sich unsere Lebenser*wartung ver*doppelt hat, ist sicher lang genug, um mögliche Lang*zeit*wirkungen ausschließen zu können.
"Die Wirkung von Elektrosmog wird ebenso baga*telli*siert wie einst die von Radioaktivität und Rönt*gen*strah*len"
Nein, bei Radioaktivität und Rönt*gen*strah*len handelt es sich um ionisie*rende Strah*len, deren schädliche Wirkun*gen man seit Jahrzehn*ten genau kennt. Gäbe es ver*gleichbare Wir*kun*gen durch Elektrosmog, sie wä*ren längst genauso be*kannt. Selbst wenn man auf bio*logi*sche Effekte stößt, bedeutet das noch keineswegs, dass sie gesundheitsschädlich sind. Rechnun*gen und Mes*sun*gen ergaben, dass Handys mit Strahlungsleistun*gen von 0,1 bis 1 W nur lokale Erwärmungen im Kopf*be*reich um höchstens 0,1° erzeugen können. Die auf den Körper ein*wirkenden Feld*stärken der Basisstationen, die von der Bevölkerung vor allem bei Sicht*kon*takt (!) gefürchtet wer*den, sind um mehrere Zehnerpotenzen schwächer und können daher mit Sicherheit nicht thermisch wirk*sam sein. Im Sinne des Vorsorgeprinzips ist zudem bei den Grenz*wer*ten noch ein Sicherheitsfaktor von 50 be*rück*sichtigt. Eine Schadwirkung ist daher auszuschließen (9).
"Es gibt Untersuchungen, in denen schädliche Wir*kun*gen nach*ge*wiesen worden sind"
Die gibt es unter Tausenden von Publikationen immer. Wel*che Aussage*kraft eine Untersu*chung hat, wie zu*ver*lässig sie ist, das kann nur der Experte sa*gen, der sie im Zusam*men*hang mit vergleichbaren Studien beur*teilt und prüft, ob sie fehlerfrei durchgeführt wurde.
"Elektrosmog ist sicher gefährlich, weil noch nie*mand be*wei*sen konnte, dass keine Gesundheitsgefahr be*steht."
Man kann nur etwas beweisen, was wirklich existiert - Nicht-Exi*stenz ist nicht beweisbar. Kein Wis*sen*schaft*ler kann daher nach*weisen, dass Elektrosmog ab*solut un*schäd*lich ist - auch wenn dies objektiv so ist. Aber man kann berech*nen, innerhalb wel*cher Gren*zen sich schädli*che Wir*kungen bewegen wür*den, wenn es sie gä*be. Und die wären beim Elek*tro**smog so klein, dass sie - im Ver*gleich zu bekannten Umwelt*gefahren - zu vernachlässigen sind.
"Ich bin absolut sicher, dass Elektrosmog gesund*heits*schädlich ist, denn ich kenne viele, die darunter leiden."
Fallbeispiele sind menschlich an*rüh*rend, aber sie haben keine wis*sen**schaftliche Aussage*kraft. Denn wir alle nei*gen da*zu, das wahrzu*neh*men und zu emp*finden, was wir be**wusst oder unbe*wusst er*war*ten. Und so schlafen viele bes*ser, wenn sie ihren Schlafraum freischal*ten, oder ihr Handy ausmachen - dank des wohlbe*kann*ten Pla*ce*bo-Effekts. Aber sie schlafen genau so gut, wenn sie nur glauben, der Strom sei abgeschaltet, auch wenn er es gar nicht ist. Kurzum: Es geht uns ge*sund*heit*lich schlech**ter, wenn wir glauben, schädli*chen Um*welt**faktoren aus*ge**setzt zu sein, und besser, wenn wir mei*nen, dass wir vor ihnen geschützt sind. Ein typi*sches Bei*spiel ist eine Ba*sis*station in Amberg, die in der Reich*str.12 errich*tet wur*de. Kaum war sie Ende 1998 aufgestellt, gab es Klagen über Seh- und Schlaf*störun*gen. Der Sendebetrieb be*gann aber erst im April 1999.
"Die zunehmende Krebsrate beweist, dass wir immer mehr schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt sind."
Die Zahl der Krebserkrankungen in den Indus*trielän*dern ist - bezo*gen auf die jeweilige Altersgruppe - seit 1900 nahezu konstant geblieben. Die Zunahme der Krebs*erkrankungen erklärt sich zwang*los durch die höhere Lebens*erwartung (7).
"Experten und Studien sind von der Industrie ge*kauft und daher nicht glaubwürdig."
Die Fachleute, die die Untersuchungen durch*füh*ren und beurteilen, kommen aus Unis und staatli*chen In*stitu*tio*nen. Sie sind zu Neutralität verpflichtet. Käuf**lichkeit wäre sinnlos, denn objektive natur*wis*sen*schaftliche Zu*sam*men*hänge las***sen sich durch Geld nicht ändern.
|
usw. und so fort ...
Die gängisten Vorurteile und die dazugehörige wissenschaftliche bzw. logische Erklärungen
|