Zitat:
Original geschrieben von Herr Karl
und was bitte macht der Schüssel?
er sagt ja die Wahrheit. aber die roten die für jahre jetzt weg sein werden von der regierung,schicken die seit jahren angeschlagene gewerkschaft(jähr. mitgliederschwund) zum letzten kampf vorraus. die sollten einmal die wahrheit sagen,dann vielleicht werden sie wieder glaubwürdig.
aber die nochmitglieder sind alles nur mehr pensionisten od. arbeitsfaule schmarotzer.
klar das die um ihr geld zittern
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Die Gewerkschaften sind gar nicht so angeschlagen wie Du uns versuchst es weißzumachen. Guru ist kein Pensionist und trotzdem Gewerkschaftsmitglied - und beileibe kein arbeitsfauler Schmarotzer (das verbietet sich Guru).
Versuchen wir doch das Problem etwas wertfreier anzugehen:
auf Grund der demographischen Entwicklung haben wir in etwa 20 - 30 Jahren ein Finanzloch bei den Pensionen - wie hoch dieses Finanzierungsloch ist, können weder Marin noch Tomandl definieren. Jeder sagt nur, je früher reformiert wird, desto besser.
Jetzt kommt Politik ins Spiel (um nicht zu sagen Ideologie): der konservative Wertansatz der ÖVP geht davon aus, dass der Mensch weitestgehend für sich selbst verantwortlich ist (allerdings auch solidarisch). Der sozialistische Ansatz geht davon aus, dass die Gemeinschaft für den Einzelnen sorgen muss. Jetzt gäbe es noch den liberalen Ansatz (jeder sorgt für sich selbst und benötigt keine Gemeinschaft), den kommunistischen Ansatz (jeder ist gleich viel wert und die Gemeinschaft zahlt eine Einheitspension).
Betrachten wir nun einmal den Pensionsentwurf: staatliche Grundversorgung (nicht einheitlich), betriebliche Vorsorge und persönliche Vorsorge. Das Problem ist nur, dass die Umstellung von einem reinem Umlagesystem auf ein Dreisäulenmodell mindestens 20 bis 30 Jahre dauert - was soviel heißt wie heute 36 jährige und ältere sind aus dieser Regelung ausgenommen, da sie ja bis zur Pensionierung keine äquivalenten Säulen aufbauen könne um den Entfall der staatlichen Pension aufzufangen.
Haider verlangt nun sogar eine "Harmonisierung" der Pensionssysteme: eigentlich ein echt kommunistischer Ansatz - wer sagt immer, dass Haider faschistoid wäre?
Die Gewerkschaften sind nun für eine vernünftige Übergangsregelung - wobei Guru den Gewerkschaften sehr wohl zugesteht, durch ihre Streiks ÖVP und FPÖ so weit getrieben zu haben, dass ein menschlich zumutbares Übergangsmodell herauskommt (hoffentlich). Dass die FPÖ sich nun als Vertreter des kleinen Mannes aufspielt, ist eindeutig darauf zurückzuführen, dass Haider ein sehr gutes politisches Gespür hat. Die ÖVP ist ziemlich hoch geschwebt und hat den kleinen Mann (besonders die kleine Frau) mit dem Entwurf ziemlich "rasiert". Was lag also näher für Haider, als nun den Retter zu spielen?
Guru hat bereits vor 20 Jahren mit einer langfristigen Er- und Ablebensversicherung vorgesorgt - und andere Leute vermutlich auch.
Nur die Einkommensbezieher mit kleinen Einkommen, die ihr sauerverdientes Einkommen allein schon zum Leben brauchen, hätten nicht einmal die Chance gehabt, so etwas zu tun...
Guru