Ich muss nicht unbedingt jemanden umstimmen. Denn es ist ja nicht gesagt, daß der eigene Weg immer der beste ist.
Was ich aber möchte ist, etwas gegen permanente Desinformation und permanentes Raunzen zu tun. Das ist nämlich der Punkt, der uns momentan in Wirklichkeit am meisten schadet.
Ich kann das am eigenen Beispiel erklären, weil es mir in den letzten Jahren ebenso ergangen ist. Durch die Konkurrenz in Billiglohnländern wie z.b. Indien wird der Edv-Arbeitsmarkt in Österreich alles andere als entspannt. Das führte in den letzten sagen wir einmal 5 Jahren zu Null-Lohnrunden und zur Streichung allfällig vorhandener Prämien und Leistungszulagen. Wenn die Mitarbeiter das mitmachen, bleibt das Unternehmen in der Regel in der Gewinnzone. Aber nur dann, wenn diese Dinge nicht nur rechtzeitig erkannt werden, sondern auch sofort in Angriff genommen werden, wenn es soweit ist. Der Lohn dafür ist, daß man auch weiterhin einen Arbeitsplatz hat, auch wenn die Zeiten wo Milch und Honig fließt vorbei sind.
Und der wichtigste aller Punkte: Die Arbeit und damit ein großer Teil des eigenen Lebens kann wirklich wieder Spaß machen, wenn man sich nicht den ganzen Tag einredet, daß eh alles besch...eiden ist. Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob man permanent jammert, oder nach einiger Zeit in die Wirklichkeit zurückkehrt.
Ein paar Punkte, die jedem klarmachen müssen, daß wir unbedingt handeln müssen. Man kann nur über das wie diskutieren.
Die durchschnittliche Lebenserwartung ist in den letzten 30 Jahren um 8,3 Jahre gestiegen.
Die in Anspruch genommenen Pensionszeiten haben sich in diesem Zeitraum sogar verdoppelt: Von 8,8 Pensionsjahren im Jahr 1970 auf 20,3 Pensionsbezugsjahre 2001.
Wo Anfang der 60er-Jahre 1000 Beitragszahler knapp 350 Pensionisten gegenüberstanden, wird das Verhältnis zwischen Berufstätigen und Pensionisten bis zum Jahr 2030 direkt 1:1 lauten.
97% aller Österreicher gehen vor dem 65. Lebensjahr in Pension, d.h.: nur 3% der Österreicher arbeiten bis zum 65. Lebensjahr. War die Frühpensionierung vor 30 Jahren noch als Ausnahmeregelung gedacht, so ist sie heute zum Regelfall geworden.
Vor 30 Jahren hatte man durchschnittlich 42,7 Jahre gearbeitet. Heute wird fast um 6 Jahre weniger gearbeitet.
Das ist überhaupt ein komischer Punkt: Warum arbeiten wir heute um 6 Jahre weniger als früher, wo wir doch heute um so viel älter werden ?
Eins muss jedem klar sein. Derartige Veränderungen kann man nicht mit ein paar Prozenterl ausgleichen. Das kann nur zu einer massiven Erhöhung von Beiträgen und einer massiven Pensionskürzung führen, wenn man den Frühpensions-Run nicht irgendwann bestraft. Man kann nicht immer nur geben, man muss auch etwas verlangen.
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