Zitat:
Original geschrieben von Faserschmeichler
Schön & fair?
Ist es schön, wenn man um bis zu 40% weniger Pension bekommt als bisher?
Ist es fair, wenn man von der Restpension auch noch einmal Abschläge hinnehmen muß?
|
jemand so wie du, der schon von vorneherein plant in frühpension zu gehen, möchte sich natürlich gerne die volle pension auszahlen lassen. andere, die das finanzieren müssen, haben für sowas nicht das geringste verständnis, nehme ich einmal an.
ich mein, ist schon klar, so lange geld genug da ist, ist das alles kein problem. wenn aber irgendwann die lage schlechter wird, dann muss gehandelt werden. (nein, nicht nur in österreich, das wird manchen leuten nur von manipulativen politikern eingeredet) also wer soll die dramatisch steigenden pensionistenzahlen bei gleichzeitig dramatischem sinken der beitragszahler und zusätzlicher dramatisch gestiegener verschuldung in zukunft finanzieren ?
einen gedanken möchte ich der "wohlerworbene rechte fraktion" empfehlen: sollten wir nicht HEUTE, wenn wir noch eine chance haben, dringendst anfangen, die schulden zurückzuzahlen, als in wenigen jahrzehnten, wenn sich das verhältnis so extrem verschlechtert hat, daß wir froh sein müssen, als pensionist noch essen, kleidung und wohnung finanzieren zu können ?
wer soll das bezahlen, wenn heute ein durchschnittsverdiener schon 2/3 seines geldes an den staat abliefert ? wollt ihr den aktiven leuten auch noch das letzte drittel wegnehmen ? ist euch klar, daß dann niemand mehr so dumm ist, arbeiten zu gehen, wenn er im notstand genausoviel bekommt ?
sollten nicht die leute, die vom schuldenaufbau mitprofitiert haben, auch am schuldenabbau mitarbeiten ? was ist gerecht ? sind wir deswegen eine bananenrepublik, weil mir nicht das machen, was ein teil der bevölkerung erwartet ? und was ist mit dem anderen teil der bevölkerung ? sind die alle "banane" ?
sollen wir sehenden auges weiterwurschteln, bis alles den bach runtergeht, nur damit wir nur ja nicht die wohlerworbenen rechte berühren ? der nachbar und unsere nachkommen können in der eigenen not ersticken, wichtig ist die wohlerworbenen privilegierten müssen sich heute und auch in zukunft nicht einschränken.
die fatalen und zukunftsvernichtenden wirkungen der zinseszinsentwicklung wurden unlängst treffend in einem link von lotussteve erklärt. ich kann nur jedem reformgegner dringendst empfehlen, sich diesen gedanken zumindest für einen kurzen moment hinzugeben. das kann tatsächlich augen öffnen, wenn man will.