Zitat:
Original geschrieben von LouCypher
ich bezweifle dass dich ein paar uni kurse zu einer kapazität in volkswirtschaft machen. Wenn die antwort so klar wär würds ja keine erweiterung geben, vw ist ja keine exakte wissenschaft. Ausserdem reduzierst du die erweiterung auf polen (das ärmste und größte beitrittland) und österreich (eines der reichsten und kleinsten eu länder). Die eu erweiterung ist zudem ein noch nie dagewesenes ereignis, da gibts keine erfahrungswerte, einfach irgendwelche theorien anzuwenden und zu behaupten so ist es und nicht anders ist etwas kurzsichtig. Niemand kann mit gewissheit sagen wies ausgeht, aber ich kann mir nicht vorstellen dass österreich von billig ärzten, anwälten und managern überflutet wird. Wenn arbeiter reinkommen dann genauso wie bisher, nämlich leute die jobs machen die ein österreicher nie machen würde. Von welchen billigprodukten sprichst du? Schon jetzt gibts zb. freilandeier die mehr kosten und dennoch gekauft werden weil die konsumenten qualität wollen, irgenein billigschrott wird sich am europäischen markt sowieso nicht durchsetzen. Was ist mit den ostläden passiert dies früher zuhauf auf der mariahilferstr. gab? Alle weg weil sie nur mist verkauft haben.
Schon allein der wiederstand gegen den abfangjägerkauf weil viele der meinung sind uns droht keine gefahr von ausserhalb ist doch eigentlich ein schöner effekt. In wievielen ländern ausserhalb der eu gibts einen schöneren grund auf abfangjäger zu verzichten? Allein dass ist schon ein grund der erweiterung eine chance zu geben.
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1. gibt es sehr wohl erfahrungswerte: zb. die erweiterung um spanien/portugal (tausende port. billig-arbeitskräfte überfluteten spanien, dass die eu einschreiten musste). ich kann nur nocheinmal wiederholen, dass ich nicht prinzipiell gegen eine osterweiterung bin - aber erst wenn diese länder "reif" dafür sind!
2. gab es keine wirklich unabhängigen gutachten zum thema osterweiterung. man muss nicht viel ahnung von wirtschaft haben um zu wissen, dass vor allem österreichische firmen ihre produktion ins billigere ost-ausland verlegen werden - weil das aktuell eh schon passiert (nur noch könnte man mit zöllen was dagegen tun) da sehe ich das eigentliche problem.
die probleme der zukunft wird man auch nicht mit abfangjägern lösen können, da es sich um innerstaatliche soziale spannungen handeln wird: es gibt viele verlierer der globalisierung (auch in österreich)!
irgendwann ist arbeitslose, sozialhilfe usw. nicht mehr finanzierbar ...
3. finde ich dass länder mit benesh/havnoi-dekreten als bestehende gesetze (im verfassungsrang!) in europa nichts verloren haben. wenn sie eu-förderungen (sprich, primär gelder aus deutschland und österreich) bekommen wollen, dann sollten sie zumindest ein zeichen setzen!
4. "Wenn arbeiter reinkommen dann genauso wie bisher, nämlich leute die jobs machen die ein österreicher nie machen würde."
dann erklär mir doch mal bitte wieso laut ams am meisten arbeitslose im bau-sektor sind und genau für diesen sektor am meisten (schlecht qualifizierte) arbeiter reinkommen? anwälte, ärzte usw. werden sicher keine kommen -> es werden genau die kommen, die schon in ihrer heimat (auf grund einer minderen qualifikation) schon keine arbeit finden und sich hier was besseres erhoffen!