Hallo HP,
danke für die Stellungnahme. Ich werde nun mal meine Überlegungen zu dem Anflug offenlegen:
Es ist sicherer,den Gegenanflug etwas weiter südlich zu fliegen und dabei den Hang zu schrubben, als weit zu überschießen oder gar dem Gegenhang zu nahe zu kommen und keine Chance mehr zu haben, die Maschine noch rum zu kriegen. Entweder so oder gar nicht mit einer großen und schnellen 767.
Während der engen Rechtskurve fahre ich die Klappen keinesfalls. Eine exakte fachliche Begründung dafür, gestützt auf Daten hinsichtlich der Flugeigenschaften, habe ich natürlich nicht. Es ist mein "fliegerisches Gefühl", das mir sagt, sowas nicht zu tun.
Nach dem Ausrollen auf Runway-Heading bin ich dann zu hoch. Jetzt könnte ich natürlich die Leistung auf (fast) Leerlauf einstellen, und steiler reinsegeln. Aber das braucht viel Erfahrung, um nicht übern Zaun zu hoch und/oder zu schnell zu sein. Und außerdem: Es dauert zu lange bis die Triebwerke hochgefahren sind ,wenn ich wegen starkem Saufen plötzlich viel Schub benötige.
Ich habe das mal als Segelflieger in den Bergen erlebt. Plötzlich und völlig unerwartet bei ungefährlichem(?) Wetter war die Fahrt ganz weg, immerhin 90 km/h. Mit viel Glück konnte ich gerade noch einen Crash verhindern.
Sich durch einen ordentlichen Fahrtüberschuß Sicherheitverschaffen zu wollen geht auch nicht bei der Masse, den bringt man nicht mehr weg.
Also habe ich mich für die beschriebene Variante entschieden. Im Geradeausflug ist das Benutzen der Bremsklappen nicht mehr so kritisch. Ich vermindere aus Sicherheitsgründen N1 nicht zu sehr und fahre die Bremsklappen dafür für ca. 10 Sekunden etwas aus, um schnell auf den korrekten Gleitpfad zu kommen.
Hans-Peter, es wäre wirklich prima, wenn Du das mal nachfliegen würdest, um zu beurteilen, ob ich einigermaßen solide und praxisgerecht geplant habe.
Aber man gewinnt schon beim Fliegen am PC den Eindruck, dass eine 767 nicht für Flüge an Plätzen wie Innsbruck konzipiert wurde, denn egal wie man es macht, es ist immer irgendwie Krampf dabei.
Viele Grüße!
Hans
[Diese Nachricht wurde von Hans Tobolla am 21-11-2000 editiert.]
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