Zitat:
Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
man kann nicht mehr geld ausgeben als man hat: ich kann mein geld nicht ausgeben, weil ich z.b. heute gerade von der arbeit nach hause komme. natürlich kann ich es ausgeben, aber nicht dafür wofür ich es ausgeben WILL.
arbeitsplätze: es gibt genug frauen mit kindern, die eine teilzeitarbeit suchen. wäre das so schlimm, wenn durch die längeren arbeitszeiten mehr teilzeitarbeitsplätze entstehen würden ? durch längere arbeitszeiten können zwangsläufig nur mehr arbeitsplätze entstehen, wie soll das gehen daß ich die geschäfte länger offen habe, daß ich trotzdem weniger arbeitsplätze habe ?
so wie es hier dargestellt wird, ist die arbeit im handel nur etwas für sklaventreiber und sklaven. ich glaube das nicht. es gibt sicher auch im handel leute, die freude an der arbeit haben. ist alles eine frage der einstellung. nein, damit will ich nicht sagen, daß alle überglücklich sind, und daß überall alles paletti ist.
nur ich kenne genauso leute in der edv die extrem schlecht drauf sind und sich über alles und jeden beschweren. und gleich daneben sitzt eine andere person, für die dieser job die erfüllung sein dürfte.
natürlich gibts es auch vorgesetzte, die nicht wirklich dafür qualifiziert sind. mit denen zusammenzuarbeiten ist dann klarerweise kein spaß. die gibts aber sowohl im handel als auch in vielen anderen berufen. da ich aufgrund meines berufes permanent mit den verschiedensten firmen und leuten zu tun habe, meine ich das behaupten zu können.
ich denke nicht, daß ein bißchen mehr freiheit unbedingt der weltuntergang sein müsste.
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zu 1. wenn ich einen Bedarf (Konsumbedürfnis) habe, dann hindern mich die derzeitigen Ladenöffungszeiten keineswegs, diesen Bedarf zu decken. Im schlimmsten Fall tritt eine Verzögerung ein, was aber den Vorteil bringt, daß man oft unsinnige Investitionen bleiben läßt
zu 2. sicher gibt es viele Firmen, wo Betriebsklima, Motivation, und Rücksichtsnahme den Mitarbeitern gegenüber an erster Stelle stehen. Aber gerade bei den großen Ketten, und die sind es, die als erstes hier mitziehen, kannst Du das nicht behaupten. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung und aus gesicherten Berichten von Freunden versichern, daß es beim größten und 2. größten Lebensmittelkonzern in Österreich, bei einer der größten Textilketten und auch bei den großen Elektrohändler so läuft, wie ich oben beschrieben habe. Vielleicht werden hie und da Aushilfen (dann aber nur auf Basis geringfg. Beschäftigt) eingestellt, aber hauptsächlich werden die Dienstpläne ohne Rücksicht auf Verluste angepaßt.
Schau mal Statistiken zum Mitarbeiterverbleib in Betrieben an, wo liegen da die großen - ganz vorne -beim Wechseln!
zu 3. Frauen mit Kindern und Teilzeitarbeit, da kann meine besser Hälfte ein Lied singen (Filalleitung in Textilhandel): nicht an Bezahlung scheitert es, wenn wochenlang nach Teilzeitkräften gesucht wird, sondern an der Arbeitszeit. Teilzeitarbeitende Mütter haben grundsätzlich nie am Abend Zeit, Samstag gehts sowieso nicht, am besten wären Arbeitszeiten von 09:00 bis 12:00 Uhr, weil dann muß ja das Kind vom Kindergarten/Schule abgeholt werden. Und wie schon oben gesagt, mehr wird nicht eingestellt, es werden Dienstpläne gestrafft!
Ich bin nicht grundsätzlich GEGEN eine Liberalisierung, jedoch sollten schon VORHER entsprechende Begleitmaßnahmen, wie entsprechende Infrastruktur der Öffis, Rahmenbedingungen für Dienstpläne (nur eingeschränkte Tagesteiler), etc. geschaffen werden.
Und weil ich gerade beim Romanschreiben bin, ich erinnere mich noch vor Jahren, als der lange Donnerstag eingeführt wurde (zuerst bis 20:00, dann 19:30), in OOE gibt es den (ausg. ein Shoppingcenter) überhaupt nicht mehr - weil kein Bedarf war, für ein paar Hanseln solange offen zu halten.
Ciao Oliver