Hi Shorty,
> Was hat das zu bedeuten?
es ist so...stell dir zwei Flieger vor; der eine fliegt von Ost nach West, der andere von West nach Ost. Beide kommen zur gleichen Zeit über dem gleichen Ort an, etwas was im Luftraum Alltag ist. Nun will man ja nicht, daß die beiden Maschinen zusammstoßen. Daher gibt es je nach Richtung bestimmte vorgeschriebene Flughöhen.
Für IFR-Flüge gilt folgendes:
für alle Flugzeuge, die einen Kurs (ich denke, es zählt der wahre Kurs über Grund) fliegen, der zwischen 0° und 179° liegt, fliegen in ungeraden Tausender-Höhen, also 1000', 3000', 5000' ... . Für Richtungen zwischen 180° und 360° (also im "westlichen" Halbkreis) gelten gerade 1000er-Höhen wie 2000, 4000, 6000 usw.
Für VFR Flüge gilt dasselbe, nur daß dann nocheinmal 500 Fuß addiert werden müsssen. Ein VFR-Pilot, der nach Nordost fliegt, muß also z.B. 3500, 5500 Fuß hoch fliegen.
Das ganze gilt sinngemäß auch für Flugflächen. Ein Airliner, der in Richtung Westen fliegt, hat sich also auf den FLs 200, 220, 240... aufzuhalten.
Oberhalb von FL 290 gelten nicht mehr 1000 Fuß-Abstände; sie verdoppeln sich. Richtung Osten sind also FL 290, 330, 370, 410 einzuhalten, Richtung Westen 310, 350, 390, 430.
Es gibt allerdings ein paar Ausnahmen:
* Manche Luftstraßen sind in den Karten als Ausnahme (mit den Symbolen "E>" und "O>") gekennzeichnet.
* Über dem Atlantik gilt oberhalb von FL290 immer noch die 1000-Fuß-Staffelung (Fachbegriff: RVSM). Allerdings nur, weil immer alle Maschinen in die gleiche Richtung fliegen.
* In manchen Ländern wie z.B. Israel ist die Grenze zwischen den Halbkreis nicht entlang der 0°-180°-Linie, sondern entlang 090°-270°. Das liegt daran, daß z.B. in Israel die meisten Luftstraßen in Nord-Süd-Richtung verlaufen und die übliche Halbkreisregelung sinnlos wäre.
OK, ich hoffe es hilft dir weiter. Ein paar Sache habe ich etwas vereinfacht, aber im wesentlichen sollte es vollständig sein.
Markus
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