Jetzt hab’ ich mir mal den Spaß gemacht und die Angaben vom HP „verwurschtelt“.
Aus der Höhe 50 ft fliegt der Vogel bei 3° Gleitwinkel noch 290 m bis zum Aufsetzen. Da das Bremsen erst nach ca. 2 Sekunden einsetzt, werden noch mal 130 m verbraucht, also bleiben von den 850 m Landestrecke 430 m, um das Flugzeug anzuhalten. Dazu braucht man eine konstante Verzögerung vom 0,53fachen der Erdbeschleunigung. Um diese Verzögerung im Flugsimulator zu simulieren, müsste man das Cockpit um 32° nach vorne unten kippen.
Auf eine Person mit einer Masse von 75 kg wirkt dabei eine Verzögerungskraft knapp 400 Newton. Newton ist zwar die korrekte Maßeinheit, das kann sich aber kaum einer vorstellen. Also, die Gewichtskraft von einer 100g Tafel Schokolade beträgt ziemlich genau 1 Newton, deshalb bitte eine Plastiktüte mit 400 Tafeln Schokolade mal hochheben. Das kann man sich immer noch nicht richtig vorstellen? Also, dann 4 volle 10Liter–Eimer Wasser in eine Wanne kippen und hochwuchten (Grauenhaft, lieber PG? Ich mache aber trotzdem weiter!).
HP, um eine Verzögerung von 0,7 G mit dem Simulator darzustellen, müsste man ihn um 44° abwärts kippen. Aber – der Wert 0.7G beim Startabbruch leuchtet mir schon deshalb nicht ein, weil ich als Nicht-Fachmann keinen Grund finden kann, weshalb man beim Startabbruch erheblich stärker bremsen könnte als bei einer Landung, zumal man ja auch keinen Umkehrschub hat. Bricht man den Start bei 140 kts ab, so ergibt sich bei einer konstanten Verzögerung von 0,7G eine Anhaltestrecke von 370 m. Kommt mir etwas kurz vor.
So, nun hab’ ich mich mal ordentlich ausgetobt!
Gruß!
Hans
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