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Alt 14.07.2000, 13:24   #5
hpfranzen
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Hallo Bernd,

Deiner Frage entnehme ich, daß Du Deine Instrumentenanflüge nach einer Karte (z.B. Jeppesen) fliegst.
Unter dem Kasten, in dem die MDA(H) steht, befindet sich ein weiterer Kasten der genauso wichtig ist, nämlich die Mindestsichtweite! In Deinem Beispiel finde ich dort 2000 m(eter). Dieser Anflug darf also nur gewählt werden wenn die meteorologische Sicht mindestens 2000 m beträgt. Damit hat sich Dein Problem, die Landebahn erst 0,5 NM vor der Schwelle zu sehen, schon sehr entschärft. Außerdem darf man sich den Anflug so einrichten, daß man zwar die angegebenen Mindestflughöhen (z.B. 8 DME ATH in 2000 ft) nicht unterschreitet, allerdings sich auch nicht nach Überfliegen dieses Punktes aufs Minimum herunterstürzt. Rechne einfach für jede Nautische Meile die noch zu fliegen ist 300 ft Höhe, die noch zu "vernichten" ist. Das ergibt dann ziemlich genau einen gedachten Gleitweg wie beim ILS, nur muß man beim fliegen dann etwas kopfrechnen. So kann man sich auch, am besten vor dem Anflug, einen sog. VDP = visual descent point errechnen. Auf jenem gedanklichen Gleitpfad wäre man beim erreichen von 1100 ft noch 3,3 NM von der Landebahnschwelle entfernt, was einer DME Anzeige hier von 4,8 DME ATH entspricht. Wenn Du also bei dieser DME Anzeige die Landebahnschwelle noch nicht siehst solltest Du mit einem (größeren, z.B. MD 80) Flugzeug den missed appr. einleiten. Dabei darf aber die erste Kurve erst NACH überfliegen des MAP geflogen werden, der Steigflug darf sofort begonnen werden.

Happy landings!

HP
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