Zitat:
Original geschrieben von PrinzRazzo
brav lesen, lieber jayjay. ich habe nicht gesagt, daß die christen das nicht durften, sondern nur, daß juden kein handwerk ausüben durften.
aber wenn du es besser weißt als der prof auf der uni(der sich seit jahren fast ausschließlich mit dem Thema beschäftigt), bei dem ich ein proseminar besucht habe, dann solltest du dich villeicht um den lehrstuhl bemühen
auch in ö gab es bis vor kurzem die wehrpflicht, also gezwungener wehrdienst, also auch zwangsarbeit
ich möchte hier nicht die von juden geforderten zahlungen verteidigen, aber auch nicht mit leuten mit halbwissen diskutieren.
ich ziehe mich an diesem punkt aus dieser diskussion zurück, weil ich hier besonders gefährdet bin, emotional zu reagiern und dann gegebenenfalls ausfällig zu werden
lg
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geschichte ist sehr interpretierbar! ich studiere selber seit 6 semestern geschichte, volkwirtschaft und jus (wobei ich in jedem studium im 2. abschnitt bin). denke also doch, dass ich mich in dem gebiet auch auskenne. allerdings in innsbruck und du schätzungsweise in wien.
ausserdem ist es in österreich sowieso praktisch nicht erlaubt hier einen kritischen aufsatz zum thema judentum zu verfassen, da auf sowas sofort mit der "antisemitismus-keule" geschlagen wird.
zb. in wirtschaft ist es möglich über keynesianische theorien und monetaristische zu diskutieren, ohne dass dabei gleich ein aufstand gemacht wird. in meinen 3 jahren geschichte-studium habe ich gemerkt, dass so ein dialog auf diesem gebiet nicht zu führen ist! es gibt - abgesehen von ein paar ausnahmen - eine (zumeist "linke") dogmatische weltsicht und von der ist nicht abzuweichen.
ich finde es auch immer wieder interessant, dass massenmörder wie alexander, caesar, karl usw. als helden in die geschichte eingingen ... (die hatten halt wohl die richtige geschichtsschreiber-lobby)
mich würde deine meinung (oder auch die deines profs) interessieren, wie er sich begründet, dass ausgerechnet - und nur - die juden (als fix ansässige subkultur) von handwerkerischen tätigkeiten ausgeschlossen wurden, während sich andere ethnische gruppen prächtig integrieren konnten?
wieso "trafs" immer die juden quer durch europa und dem nahen osten (arabische welt), quer durch alle ethnischen/religiösen gebilde und regierungsformen? gibt es hierzu auch eine "theorie" deines professors (oder eine von dir)? ich habe bis jetzt keine, drum würde mich das ernsthaft interessieren: wieso immer genau das volk der juden quer durch die geschichte der menschheit?
juden durften im mittelalter ja auch keinen grundbesitz erwerben bzw. ausüben. wie kann ein herrscher sie dann von ihren ländereien enteignen (edward I. von england, karl VI. von frankreich usw.)?
wie erklärst du dir "gefälschten" geschichte-unterricht speziell auf diese thematik?? ich habe mein geschichte-buch noch!!
findest du wiedergutmachungszahlungen der mittlerweile 3. nachkriegsgeneration an jüdische organisationen (also nicht an die opfer!!!) gerechtfertigt? ich nicht.
ps. präsenzdienst erachte ich nach wie vor als zwangsarbeit!
