Hi Thomas!
Harte Frage. Ich habe leider mein altes Segelfluglehrbuch versenkt.Ein ganz einfacher Erklärungsersuch! Aus dem Horizontalflug leitest du die Kurve mit Querruder und Seitenruder ein. Mit dem Höhenruder haltest du das Flugzeug, damit die Fahrt nicht zunimmt. Warum Höhenruder?? Mir fällt die Erklärung einfach nicht mehr ein. Vermutlich hängt das mit der höheren G-Last zusammen. Aber es ist so. Und du hast ja deinen Fluglehrer!!.
Wenn du jetzt immer steiler wirst, sagen wir so über 60 °,dann wird auch der Geschwindigkeitsunterschied zwischen den Flächen geringer, bis zur 90° Kurve, da ist er dann 0. Mit dem Höhenruder bestimmst du somit den Kurvenradius. Höhenruder zum Bauch, und du wirst enger und natürlich entgegengsetzt. Mit dem Seitenruder steuerst du die Geschwindigkeit.Bei einer Linkskurve wirst du mit Seitenruder Links schneller, die Nase geht nach unten. Aber VORSICHT!! Du nimmst sehr schnell Geschwindigkeit auf. Das geht in Richtung Spiralsturz mit schneller Überschreitung der Max-Geschwindigkeit und der max. G-Last. Seitenruder rechts, die Nase geht nach oben und du solltest langsamer werden. Du beginnst zum Abschmieren. In entsprechende Höhe ist das kein Problem. Querlage verringern und Höhenruder nachlassen. Und du fliegst schon wieder. Beachte, das du einen sehr starken Höhenverlust hast, wenn du Steilkurven fliegst. Ich denke, ein Bergfalke wird schon 5m/sec Sinken haben.
Die Erklärung ist eher praktisch bezogen. Ich merke, das ich doch schon einiges vergessen habe. Dein Fluglehrer sollte dir das ganz genau in der Theorie erklären können. Und vor allem sollte er die oben genannte Fluglagen auch mit dir fliegen. Vielleicht nicht während der Grundschulung, aber spätestens, nach dem du den Schein erhalten hast. Also in Form einer Gefahreneinweisung. Aber das sollte eh im Ausbildungsplan vorgesehen sein.
Wie viele Flüge hast du schon hinter dir?? Wie schaut eigentlich die theoretische Ausbildung aus. Die sollte deutlich verbessert worden sein!! Wurde mir gesagt. Ich habe vor 31 Jahren geschult. Und tiefgehenderes Wissen musste man sich damals selber aneignen. Erzähl etwas von deiner praktischen Ausbildung!! Interessiert mich jetzt, nach dem ich auf euer Homepage mir den Ausbildungsplan anschaut hatte. Nur einmal in der Woche schulen, ist doch etwas wenig. Und wenn du noch schlechtes Wetter hast, dann dauert das doch lange.
Zu David's Antwort. Die Theorie in der Praxis, speziell bei Thermikwetter, nachzuweisen, ist schon etwas schwierig. Wenn du solche Sachen machst, dann sollte man es bei einer stabilen Wetterlage
machen. Weiters ist das Flugverhalten eines Astir doch deutlich anders als einer ASW15 oder Ka6E. Ein Astir hat schon ein sehr stabiles Verhalten um die Längsachse.
Man sollte diese Diskussion nicht zu eng sehen. Es gibt da einfach eine Menge äußerer Einflüsse. Die genannten Effekte wird du bei einigen Flieger deutlicher sehen, bei anderen schwächer. Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Aussage. Aerodynamik ist eben ein weites Feld.
edi
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