Hallo Piloten
Nach der Darstellung von Matthias Schmid, dem für Flugsicherheit zuständige Crossair-Mann, spielten sich die Ereignisse auf dem Nachtflug von Kairo nach Basel wie folgt ab: Der Pilot der mit 156 Insassen besetzten MD83 stellte vor dem Start in Kairo mitten in der Nacht zum Sonntag fest, dass eine Frachtrüre nicht richtig verschlossen war. Zweimal liess er das ägyptische Ladepersonal nachsehen, ab die Tür verschlossen iss. Da dieses jeweils versicherte, das die Türverschlossen war, startete er in der Annahme, es handle sich um eine Fehlanzeige. Das Reglement lässt laut Schmid dieses Vorgehen zu. Nach dem Start stellte der Pilot fest, dass er den Druck in der Kabine nicht aufbauen konnte. Eine Rückkehr nach Kairo kam wegen des zu hohen Gewichts nicht in Frage. Deshalb setzte der Pilot seinen Flug in niedriger Höhe von 10'000 Fuss fort und entschloss sich zu eine Landung in Heraklion, Kreta. Nach der Landung konnte man nach mehrmaligem zählen feststellen, dass alle Gepäckstücke noch vorhanden waren. Aus der offenen Tür hing dafür ein Frachtnetz heraus, das ein Loch in die Aussnhaut des Flugzeugs schlug.
Wie kann man bloss starten, wenn eine Warnlampe meldet, dass eine Tür nicht richtig verriegelt ist?!? Es hätte viel schlimmer kommen können!! Merkwürdiger Stand der Technik... Züe können auch nicht einfach abfahren, bevor die rote Meldelampe für die Türschliessung erlischt. Die Zürcher S-Bahn-Züge können sich gar nicht in Bewegung setzten, wenn eine der vielen Türen nicht völlig verschlossen ist - eine Fahrsperre verhindert dass. Sogar Stadtbusse haben solche Fahrsperren!
MfG
Michel Verde
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