@gaelic
Komm, bleib realistisch und versuche nicht, mich mit verantwortungsbewusst klingenden, jedoch nicht haltbaren Pseudoargumenten auszutricksen.
5 Minuten pro Fahrt, hochgerechnet auf ca. 2Mio. fahrten pro Tag österreichweit, ergeben bei 250 Tagen im Jahr 5,2Mio Arbeitstage zu 8 Stunden.
7300 Schwerstunfälle, die je 200 Autos eine Stunde blockieren (die letzten Zahlen sind so hoch gegriffen, dass sie, würden sie Realität, in unserem Land wohl zu einem kompletten Autoverbot führen würden), machen gerade einmal 182500 Arbeitstage zu 8 Stunden aus.
Soviel zum wirtschaftlichen Schaden...
Zum ebenso verantwortungsvoll klingenden "Risiko Menschen zu verletzen oder zu töten":
Wenn's mit 130/140 Km/h kracht, ist dieses Risiko nicht wesentlich geringer, als wenn es mit 150/160Km/h einen Crash gibt.
In Deutschland, wo wesentlich schneller gefahren wird, ist die Zahl der Verkehrstoten/Schwerverletzten pro 1000/Unfälle geringer als bei uns...
Was das Rechtfertigen von Geschwindigkeitsübertretungen anlangt, so gibt es dafür KEINE Rechtfertigung.
Eine Geschwindigkeitsübertretung ist ein eindeutiger Bruch einer Vewaltungsverordnung. Damit ist eigentlich alles klar. Jeder muss einfach für sich selbst entscheiden, ob er sich hier konform veralten will oder nicht.
Dies wird vielfach davon abhängen, ob man sich einfach leiten lässt und treuherzig davon ausgeht, dass "die da oben schon wissen werden was sie tun" oder ob man die Unsinnigkeit einzelner Verordnungen deutlich erkennt und durch sie die eigene Intelligenz beleidigt sieht.
Doch mir ging es überhaupt nicht darum, Geschwindigkeitsübertretungen zu rechtfertigen.
In vielen der hier von Schnellfahrgegnern geposteten Beiträgen hat man das Gefühl, das jeder Schnellfahrer als verantwortungsloser Raser, ja fast potentieller Mörder gesehen wird.
Dem will ich widersprechen.
Denn mit einem Wagen, der auf 300Km/h ausgelegt ist, bei 250Km/h abregelt, auf einer dafür geeigneten, leeren Strasse 220Km/h zu fahren, ist in den meisten Fällen ungefährlicher, als mit einem Kleinwagen mit 140 im normalen Autobahnverkehr unterwegs zu sein.
Ein Schnellfahrer muss damit nicht also unbedingt verantwortungslos handeln, auch wenn ihm, so man ihn erwischt, der Führerschein entzogen wird.
Auch das knappe Auffahren muss nicht zwangsläufig gefährlich sein, wie ich im ersten Posting schon zu zeigen versucht habe.
Und selbst das rechts Überholen kann unter (seltenen) Umständen gefahrlos sein, auch wenn ich das persönlich kaum mache.
Denn solange Fahrer auf der Strasse sind, die ein vorgegebenes Tempo ohne Tempomat nicht halten können, muss ich davon ausgehen, dass ihre Aussenspiegel (der rechte sicher, der linke wahrscheinlich auch) fast neu (also kaum benutzt) sind, da ihre Fahrzeugbeherrschung beim Spurwechsel bereits so beansprucht werden dürfte, dass von einem gleichzeitigen Blick in den Spiegel nicht ausgegangen werden kann.
Also bleibe ich sicherheitshalber lieber knapp hinter ihnen und hoffe, dass mein Blinken über den Innenspiegel irgendwann einmal ihr Auge erreicht...
