Hallo Michel, hallo Piloten
Es ist – wie Peter gesagt hat – richtig, dass man für eine Landung nur mit 60 % (nicht 2/3) der offiziell publizierten Landebahnlänge kalkulieren darf. Ist zum Beispiel für eine bestimmte Piste eine verfügbare Landebahnlänge von 2500 m angegeben, musst Du mit Deinem Flugzeug eine Landung in 1500 m vollendet haben; oder umgekehrt gesagt: brauchst Du für eine Landung 1500 m, muss die verfügbare Landedistanz mindestens 1.67 x grösser sein, also 2500 m.
Für die Berechnung der Landedistanz muss ausserdem von einer Höhe über der Schwelle (Height at threshold) von 50 ft ausgegangen werden. Dies, wie auch die 60%-Regel, sind von der ICAO vorgeschrieben und bei der Planung zu berücksichtigen.
Weiter ist zu bemerken, dass die verfügbare Landedistanz (LDA) wegen einer versetzten Pistenschwelle (displaced threshold) durchaus kürzer sein kann, als die Piste wirklich ist, deshalb immer die Charts konsultieren und die LDA – Landing distance available - herauslesen.
Ein allfällig vorhandener Stopway oder Clearway sind Einrichtungen, die für die Planung der Landung nicht berücksichtigt werden dürfen, sondern beim Start zum Zuge kommen, genauer gesagt bei einem unbalanced take-off (bei Bedarf werde ich erklären, was das ist).
Zum Bremsen ist zu sagen, dass es absolut das Schlechteste ist, wenn man nur leicht, dafür aber ständig auf den Bremsen steht. So hast Du die Garantie, dass sie sich am stärksten aufheizen und mit Fading quittieren. Entweder man steht kräftig drauf, lässt dann aber wieder los, und wiederholt diesen Vorgang mehrmals oder man bremst einmal kräftig und zwar solange, bis die gewünschte Speed erreicht ist. Das ist technisch das Beste, der Passenger comfort ist ein anderes Thema ...
Grüsse
Silver wing
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