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Alt 07.05.2003, 15:27   #7
jayjay
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Beiträge: 1.271


Standard hm ...

Zitat:
Original geschrieben von zed
prinzipiell bin ich in einigen eurer argumente sehr bei euch. bei anderen muss ich allerdings etwas abändern

zum pensionsantrittsalter: so wie es derzeit ist, vollkommen ungerecht den männern gegenüber. dies würde dringendst angepasst gehören.

falls es stimmt, dass frauen die karenzzeit angerechnet kriegen, männer aber nicht, ist das eine sauerei.

bezüglich präsenz-/zivildienst wäre ich auch dafür, dass auch frauen diesen leisten müssen.

bezüglich scheidungen udgl bin ich auch ganz bei euch. hier werden männer meiner meinung nach ebenfalls extrem diskriminiert.

bei den körperverletzungen sehe ich das etwas anders. die zahl der geschlagenen frauen ist sicher um viele viele % höher als die geschlagener männer. denke da muss man einfach differenzieren und darf das nicht zusammenwerfen

@jayjay
das nächste gilt hauptsächlich deinem zweiten absatz im posting

finde es ebenfalls positiv, dass frauen verstärkt in den arbeitsprozess eingegliedert werden und bin auch der meinung, dass gleiche leistung (aber wirklich nur gleiche leistung) bei gleicher ausbildung NATÜRLICH genau gleich entlohnt gehört.
hier gibt es handlungsbedarf die frauen gleichzustellen

so und jetzt kommt mein hauptkritikpunkt

zu 1) das ist richtig, als chef will ich mir meine MA selber aussuchen

zu 2) mit diesem punkt disqualifizierst du meiner meinung nach deine gesamt vorherige aussage.
das wäre DAS UNGERECHTESTE was du machen könntest. leider gibt es nicht unwesentlich viele chefs die leider genau so denken.
es ist nun mal so, dass frauen die menschheit "am leben halten" in dem sie kinder kriegen. dafür werden sie dann damit bestraft jobs nicht zu kriegen. leider bittere realität.

zu 3) eine frau kann physiologisch bedingt nun mal nicht jeden beruf ausüben. ich darf dich daran erinnern, dass die konstitution einer durschnittlichen frau etwas anders aussieht als die eines durchschnittlichen mannes.
daher kann man das nicht in einen topf werfen
so nun meine antwort

1.) ich bin auch der meinung, dass frauen gleich entlohnt werden sollen wie männer. dies ist auch meistens der fall. in div. statistiken wird hier nur kosmetik betrieben, welche nicht stimmt: dadurch, dass frauen weniger arbeiten (karenz bzw. früher in pension) stimmt das durchschnittseinkommens-durchrechnungsmodell nicht:
zb. ein angestellter der firma x verdient im monat 2000€ mit einer jährlichen lohnsteigerung von 2%
(1) mann arbeitet 40jahre = 40x14 gehälter mit der jew. inflationsabgeltung
(2) frau arbeitet 40jahre, davon 2x kindererziehung und 5 jahre früher in pension: dann macht das 40x14 (2%) - 6x14 + karenzgeld - 5x14 (früherer pensionsantritt)

beide würden bei gleicher arbeitsleistung gleich viel verdienen, statistisch verdient die frau um 8/40 (annahme: 1 voller jahreslohn = 6 karenzjahre), also 20% weniger als der mann!


2.) leider würde ich es als personalchef auch so exekutieren: angenommen, du hast einen 20mann kleinbetrieb im edv-sektor. dann schickst du eine deiner angestellten auf (teure) sap-schulung, dh. du investierst und erwartest dadurch einen höheren output zb. für die nächsten 5jahre. jetzt ist aber die frau nach einem halben jahr schwanger und geht 3 jahre in karenz -> der output wird sich nicht erhöhen, du hast eine fehlinvestition getätigt, die sich in heutigen zeiten rächen kann ...
einen mann kannst du vertraglich auch 5jahre binden bzw. eine abgeltung fordern, was bei der frau gesetzlich nicht möglich ist.

also soo einfach ist das ganze auch wieder nicht? wie würdest du dich "absichern"?


3.) würde ich meinen, dass zwischen frau und mann einfach natürliche unterschiede bestehen, die berücksichtigt werden müssen. wie oben bereits geschrieben, bin ich selbstverständlich aus ökonomischen gründen dafür, dass frauen in den arbeitsprozess integriert werden.
allerdings muss hier doch differenziert werden: wieso soll zb. eine (single-)frau gegenüber einem familien-vater zwingend bevorzugt werden, wenn sich beide mit gleicher qualifikation für die selbe stelle bewerben und in dem betrieb prozentuell mehr männer beschäftigt sind? ich finde sowas sozialpolitischen unfung und nicht mehr.
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"Geschichte sind die Lügen auf die man sich geeinigt hat." Napoleon Bonaparte.

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