Guru belieben zu theoretisieren. Wenn die Pensionsversicherung pleite geht, ist der Staat sowieso am Ende. Dann geht es uns allen dreckig. Siehe Argentinien. Die Pension, die man dann vielleicht noch bekommt, ist wahrscheinlich nur mehr unter dem Existenzminimum, wenn überhaupt. Ich weiß schon, dass es Verträge gibt, aber wenn Not am Mann ist, muss eben über alles nachgedacht werden, da darfs keine Tabus geben. Es geht doch nicht aln, dass die Sanierung der Pensionskassen nur auf dem Rücken derer erfolgt, die jetzt noch nicht in der Pension sind. Alle die bereits im Ruhestand sind, können sich beruhigt zurücklehnen. Sozusagen als Belohnung für das bis vor kurzem übliche frühe Ausscheiden aus dem Arbeitsprozees bekommen sie alle noch eine viel höhere Pension als die jetzt jüngeren. Wenn ich so rede, spricht daraus nicht der Neid, meine Mutter zB. und einige Bekannte und Verwandte sind in genau der Situation, sie sind relativ früh in Pension gegangen und es geht ihnen finanziell recht gut. Warum sollen sie nicht auch etwas beitragen zu der allgemeinen finanziellen Misere? Zumindest Bezieher höherer Pensionen könnten moderat zur Kasse gebeten werden, wie das die SPÖ vorschlägt. Aber Schüssel will sichs nicht mit seinen Wählern verderben. Der denkt sich wahrscheinlich, wenn er den Pensionisten jetzt was wegnimmt, das spürt er gleich bei der nächsten Wahl. Wälzt er die Belastungen auf die später in Pension gehenden ab, so macht das nicht so ein Aufsehen, weil das auch erst in Jahren wirksam wird. Und was das Eingreifen in bestehende Verträge betrift: Das gabs schon so oft, dass es eigentlich nur noch lächerlich ist, diesen Punkt überhaupt anzuführen.
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