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Alt 30.04.2003, 12:18   #12
kkdu
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eine ip adresse muss eigentlich immer sichtbar sein, da sonst ja der server net weiss wohin er die angeforderten daten schicken soll.
das derzeitige datenschutzgesetzt in ö sieht aber vor, dass provider nur userdaten aufbewahren und ausweretn müssen (dürfen?) die zur abrechnung benötigt werden.
d.h. für einwähler die jedes mal eine neue ip bekommen, dass der provider eigentlich nur die abrechnungsrelevanten daten, sprich die zeit und datumsangaben auswerten darf
für uns breitbandianer mit quasi fixer ip heisst das im klartext aber auch nix anderes, als das es theoretisch keinerlei daten über uns geben dürfte (abgesehen vielleicht von mengenauswertungen), da es sich ja zumeist um flatrates bzw. volumensabhängige tarife handelt.

dasss sämtliche daten in logfiles drinnen liegen is klar, aber hier gehts um die legalität der auswertung und der weitergabe dieser daten.

d.h. solange dieses gesetz bei uns gilt, gibt es keine gesetzlich gedeckte möglichkeiten für die industrie die herausgabe dieser daten zu verlangen. es gab zwar schon fälle von rechnerbeschlagnahmen bei providern, allerdings gings dabei fast immer um kinderpornographie und es hat in allen fällen zu wilden protesten geführt und die legalität der aktionen war in allen fällen nicht erwiesen.
das thema kinderporno ist ein so zugkräftiges, dass sich da die exekutive viel leichter auf etwas einlässt (positive resonanz bei der breiten masse) als bei (in österreich noch immer als bagatelldelikt angesehenen) urheberrechtskonflikten.
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