Gleich zu anfang, bitte entschuldigt den langen artikel, aber ich komme gerne der bitte nach, nähere infos zu bringen und dass erfordert in diesem fall eine gewisse genauigkeit. man sollte genau und in ruhe lesen, damit man nichts falsch versteht.
also bei der norm muss ich auch mal nachsehen, aber einen link
http://www.powerline-plc.info/ habe ich für euch. Die jeweiligen normen dafür wären:
so nun habe ich meine EMV Skript herausgesucht:
Ich möchte an dieser Stelle auf die Copyrights des Autors ( K. Lamedschwandner, ARC Seibersdirf research GmbH hinweisen !!!!!)
EMV-Richtline 89/336/EWG welche besagt (ich zitiere aus meinen EMV Skriptum - Sätze von mir passend umgeschrieben)
"Geräte müssen so hergestellt werden, dass
a) Dier Erzeugung elektormagnetischer Störungen soweit begrenzt wird, dass ein bestimmungsmässiger Bertrieb von Funkt- und Telekommunikationsgeräten sowie sonsitgen Geräten möglich ist;
b) die Geräte eine angemessene Festigkeit gegen elektromagnetische Störungen aufweisen, so dass ein bestimmungsmäßiger Betireb möglich ist. "
sind jedoch für bestimmte Geräte die EMV-Schutzanforderungen in Einzelrichtlinien festgelegt, so kommt die Richtlinie EMV-Richtline 89/336/EWG (das ist die die oben steht) nicht zur anwendung.
In unserem Fall trifft also die Norm R&TTE RL 99/5/EG über Funkanlagen und Telekommunikationseinrichtungen zum tragen.
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das problem besteht darin, dass die leitungen über die die signale geschickt werden nicht geschirmt sind. so weit kann man das ja noch verkraften, nur ist es eben so, dass die übertragung in einem freqzuenzbeireich ist (bis 30 Mhz = kurzwelle) in denen ganz besondere dinge zu beachten sind.
die die in österreich am lautesten aufschreien, schon seit beginn der ganzen diskussion über "Stromleitung als Datenleitung benutzen" sind die Amateurfunker. Aber bitte das wort Amateur trifft die sache nicht ganz, denn es gibt viele Leute die sich verdammt gut auskennen.
Das problem der ungeschirmten datenleitung kann nicht verhindert werden. die technik von plc selbst ist alt, wird sie doch teilweise von den EVUs benutzt um die stromzähler abzulesen bzw. der rundsteuerempfänger der stromzählers funktioniert auf den selben prinzip. nur wird im ersteren nur ein 56k verbindung benutzt und das zweiter ist nicht der rede wert. aber beide haben eins gemeinsam, sie sind schmalbandung.
eine breitband netzwerkverbung über plc ist embenso im frequenzspektrum breitbandig, und mach ziemlich genau (bis auf ein paar lücken) das ganze band zu.
Wenn man sich die obige homepage näher ansieht, gibt es dort auch videos zum ansehen, gedreht von amateurfunkern, mit normalen funktgeräten. gut manche videos (gleich neben einem hausanschluss) sind schon sehr unrealistisch, aber der knackpunkt ist nicht wo gemessen wurde, sondern mit welchem Pegel das signal im funktgerät ankommt. und das ist nicht irgend ein hintergrundrauschen, sondern fast immer vollausschlag. somit bleibt für eine etwaige Sprachnachricht auf genau diesem band kein platz mehr.
ok, ich gebe zu, was sind schon amateurfunker, gebe ich euch recht, wenn man so denkt, aber sie sind nicht die einzigen die diesen dienst benutzen. ich möchte euch aber kurz einen überblick geben, wofür kurzwelle in österreich gebraucht wird
-) es gibt in österreich einen notfallsplan im katastrophen fall, in dem alle öffentlichen behörden auf kurzwelle arbeiten (da hilft auch kein adonis)
-) auch im regelfall (also keine katastrophe) wird von öffentlichen stellen im ländlichen gebiet gerne aus kurzwelle als backup gesetzt
-) bundseheer benutzt fast auschließlich kurzwelle bei mittleren und längeren strecken
Radio österreich ist nicht betroffen, da die übertragung mit einem kräftigen signal erfolgt und die plc störung sie ja auf ein lokales gebiet erstreckt
ABER
es kann sehr wohl passieren, dass die plc signal (bei ungünstigen ausbreitungsbedinungen) von den oberen atmosphärenschichten reflektiert wird und somit auch störungen in weit entfernten örtlichkeiten entstehen.
aber leider ist es in Ö immer so, das gewisse öffentliche stellen erst aufgeweckt werden wollen (so musste erst der AMRS = austrian militarian radio service = amateurfunk des bundesheeres das verteidigunsministerium aufmerkasam machen). in die ganze sache ist zumindest das infrastrukurministerium (entschuldigung, ich kenne jetzt nicht die abkürzungen), wirtschaftsministerium und das verteidigungsministerium verwickelt. und was da rauskommen kann, kann man sich vorstellen.
mir ist schon klar, dass bei dem hausnetzwerk mit kleineren pegeln als bei "internet über die Steckdose" gefahren wird, und der sicherungskasten bzw. der hausanschlusskasten eine "natürliche" barriere für die siganle darstellt, aber deswegen sind die leitungen im haus trotzdem ungeschirmt und strahlen.
soweit zum technischen teil, nun ganz kurz zum wirtschafltlichen (ich habe es schon wieder viel zu viel geschrieben)
nur weill österreichische firmen auch beteiligt sind heisst es doch nicht dass es ok ist? ich habe mit dem oben genannten herrn Lamedschwandner gesprochen, mit welcher berechtigung sich die hersteller ein CE zeichen verpasst haben (und so was braucht alles im EWR). es kann es sich nicht vorstellen dass die geräte jemals die geforderten normen einhalten können, systembedingt. das war ja auch ein grund, warum plc nicht kommt. man kommt mit den normen nicht klar und somit ist es zu kostenintensiv.
ein amateurfunker ist eigentlich(soweit ich mich erinnern kann) verpflichtet, eine jede funktstörung der funküberwachung zu melden. dass entspricht einer amtlichen anzeige und somit muss die behörde einschreiten. ich gebe aber zu dass ich mir das in dem fall mit den stromethernetmodems nicht vorstellen kann. dass trauen sich die nie, aber wer weiss, anlegen möcht ich mit denen nicht (sind so quasi das FBI und CIA der telekommunikation

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