Ich hoffe meine Hartnäckigkeit nervt Dich nicht.
@1 wie gesagt, außer dem Userinterface sehe ich keine bei Windows
@2 Tja, das mit dem Patch testen ist aber so eine Sache. Als professioneller Softwaretester würde ich hierzu eine relativ authentische Testumgebung empfehlen. Das kostet bei einem etwas fetteren Server aber ganz schön. Zweitens: wie bitte teste ich zB als Serveradministrator sowas wie ein SP 3 für Windows 2000? Da müsste ich eine Testsuite mit mindestens 20000 Testfällen schreiben, weil ich ja eine Blackbox teste. Bei Linux kann ich ein diff über den Sourcecode machen, weiß welche Module betroffen sind und kann den Test schon enorm einschränken, abgesehen davon, dass mit dem User-Mode-Linux Kernel-Testen weit kostengünstiger funktioniert als bei Windows.
@3 den Sourcecode vor mir zu haben halte ich für einen RIESIGEN Transparenz-Vorteil. Ich muss ihn natürlich nicht nutzen, aber ich (und tausende andere auf der Welt) haben wenigstens die Möglichkeit. (aber ich will jetzt nicht noch eine Lobeshymne auf Opensource beginnen) ;-)
@4 voll O.K.
@5 ist jetzt zwar billig: aber die brauche ich auch nicht, wenn ich Linuxsysteme verwende. ;-) Das so ein Ding in einer Windows-Umgebung das Leben erleichtern kann, bestreite ich ja nicht einmal. Aber dieses Dilemma kann man ja an der Wurzel beheben.
@6 ich halte den Project Server nicht für eine richtige Server-Komponente. Aber das mag Definitionssache sein. Für mich ist das Backoffice-Software. Und da wir per XP (Extreme Programming) oder ähnlichen Developmentprozessen arbeiten hält sich bei uns der Aufwand für Projektmanagement in Grenzen. (Bitte lass mich nicht auch noch über Projektmanagement herziehen. Als langjähriger Entwickler habe ich da genug erlebt - funktioniert hat es nie) Also das schlägt eher in die Sparte Applikationsmangel für Linux.
@7 ich frage mich halt, ob jemand, der sich von einer Konsole abschrecken lässt auch reif für den Job als Administrator ist. Es geht mir hier mehr um die Einstellung. Wenn ich ein System administrieren will, sollte ich es auch verstehen und beherrschen. Es ist mir zu billig, dann das System zu wählen, das den einfachsten Eindruck macht. Bei Windows wird die Komplexität absichtlich verschleiert. Das ist zwar wirklich gut für den User und den Einsteiger, aber ein Horror für den Admin, der versucht einem Problem auf die Schliche zu kommen. Es ist einfach sehr verdächtig, wieviele Probleme sich bei Windows mit einem Reboot lösen lassen. Das ist für mich kein Zeichen eines guten Betriebsystems. Das deutet eher auf eine Komplexität hin, die nicht mehr verwaltbar ist. Wäre Windows hier etwas gesprächiger wäre das vielleicht nicht nötig - oder es wäre ersichtlich, dass man da einen Moloch laufen hat, der nicht mehr deterministisch funktioniert. Man kann ja nicht mal den Bootvorgang vollständig ergründen. Ich hatte zB mal einen hervorragend laufenden Advanced Server 2000. Der lief bis ich ihn zu einem Domaincontroller umfunktionieren wollte. Das wars dann. Blieb jedesmal beim Booten hängen. Und wo kann man nachschauen, wobei er sich aufhängt? Nirgendwo! Selbst die Microsoft Knowledge Base, die ich wirklich für den Umfang und die relativ gute Organisation bewundere, konnte mir nicht weiterhelfen. Also Neuinstallation. Sowas war bei Linux noch nie nötig.