Zitat:
Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
Nochmals: Wenn ich das gleiche wie ein Wiener verdiene, zahle ich die gleichen Steuern. Wien bekommt aber PRO KOPF doppelt so viel Steuern zugeteilt als kleine Gemeinden. Also zusätzlich zu dem, daß sie durch die große Anzahl an Menschen sowieso schon Vorteile haben, wird jeder "Headcount" auch noch doppelt so hoch bewertet.
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Zur Aufklärung:
a)
Gemeinschaftliche Bundesabgaben (Einkommensteuer, Umsatzsteuer,...) werden zu rund 78,3% nach der Volkszahl verteilt und nur zu einem geringen Teil, nämlich zu rd. 2,2%, nach dem regionalen Steueraufkommen.
-> "Benachteiligung" von Ländern mit hoher Steuerleistung per Kopf.
b)
Bei der Verteilung der Ertragsanteile der Gemeinden sieht eine umso stärkere Gewichtung der Einwohner vor, je höher die Volkszahl der Gemeinde ist. Konkret wird eine "veredelte Volkszahl" jeder einzelnen Gemeinde gebildet:
bei Gemeinden mit höchstens 10 000 Einwohnern mit 1 1/3,
bei Gemeinden mit 10 001 bis 20 000 Einwohnern mit 1 2/3,
bei Gemeinden mit 20 001 bis 50 000 Einwohnern mit 2
und bei Gemeinden mit über 50 000 Einwohnern und der Stadt Wien mit 2 1/3
Trotz dieses Aufteilungsschlüssels bei den Gemeindesteuern bleibt Wien "Nettozahler". Ein Begriff und dessen Auswirkung seit dem EU Beitritt hinlänglich bekannt sein sollte.
Und die Mär, dass wirtschaftlich schwache Regionen von den großen Städten noch ausgebeutet werden, die kannst wem anderen erzählen
