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Alt 28.02.2003, 06:41   #20
JOBIA
Inventar
 
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Zu Hans Günter

Dein Satz:

"Wer hier mit Real Germany (RG) unzufrieden hinsichtlich der verschwommenen Texturen beim Anflug oder sonst in sehr niedriger Höhe sich äußert, der weiß wohl nicht über die Technik dieser Scenery bescheid!"

Ich glaube nicht das diese Äußerung von Dir gegenüber den Forumteilnehmern die dieses bemängeln gerechtfertigt ist. Denn sie wissen sehr wohl bescheid. Ich möchte mir hier nichts anmaßen, aber aufgrund deiner Äußerung habe ich eher den Verdacht das Du nicht bescheid weist über die Scenerytechnik.

"Es sind doch "reine Fotografien" und keine Grafiken."

Sachlich richtig. Bedenke aber das auch die original Bodentexturen des FS auf Luftbildern mit gleicher Auflösung wie die Fotoscenery basieren, also auch keine Grafiken. Diese sind nur farblich in der Farbbandbreite minimiert worden, sprich weniger Farben und diese zusätzlich noch hinsichtlich der Farbtemparatur angenähert. Dieses hat den Vorteil das bei der Landcasszuweisung Besonderheiten innerhalb einer Textur nicht so stark zur Geltung kommen. Sonst würde das stetige wiederholen von Texturen stärker auffallen.

"Wer sein Urlaubsfoto ca. 2 cm vor den Augen betrachtet, sieht dieses ebenfalls verschwommen!"

Auch wieder sachlich richtig. Nur hinkt der Vergleich zum FS. Wenn Du dir dein Urlaubsbild 2cm vor die Nase hälst (welches ich auf Dauer keinem empfehle) dann haben deine Augen speziell die Linse das Problem dieses Bild zu fokussieren. Beim FS ist das anders bei Annäherung sind die einzelnen Pixel zu sehen, das hat aber in keinster Weise etwas mit Unschärfe zu tun. Das Bild selbst ist ja momentan noch genauso scharf wie vorher (die Auflösung ist ja zunächst gleich geblieben, dazu später mehr) Ich weis das mit den Pixel sehen hast Du im Prinzip gemeint. Nur beim Foto wirst Du wohl kaum in der Lage sein die Pixel sehen zu können. Es sei denn es ist mit dem Drucker ausgedruckt.

Eine Fotoscenery kann sehr wohl unschärfer sein als die normalen Bodentexturen des FS. Ob hier noch was bei RG gegangen wäre darüber äußere ich mich nicht. Warum es aber zur Unschärfe bei der Fotoscenery kommen kann?

Lese hier bitte einen 2 teiligen Beitrag von mir auf der letzten Seite dieses Threads. Da habe ich beschrieben wie eine Fotoscenery erstellt wird und was dabei zu beachten ist. Hier der Thread:

http://www.wcm.at/vb2/showthread.php...&goto=lastpost


Außerdem hier der Auszug aus dem FS2002 SDK der diesen Sachverhalt beschreibt. Dieses kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

1) Image Requirements
More than likely, the image you want to use will be an aerial or satellite photo. The raw image must be a 24-bit per pixel Windows .bmp file. For some file formats, you can use Imagetool to convert the image into the .bmp format. It is assumed that the image has been projected to the WGS84 Latitude/Longitude datum. The latitude and longitude of the northwest corner of the image must be known as well as the spacing (in decimal degrees) between the image pixels. Flight Simulator 2002 terrain textures are about 4.75 meters per pixel. The resampling process will filter the raw image to the right size. If the raw image is more than 4.75 meters per pixel (low resolution), the final result may appear blurry. If the raw image is less than 4.75 meters per pixel (high resolution), some fine details might be lost.

Besorge Dir das SDK und erzeuge aus einem hoch aufgelösten Foto das muß kein Luftbild sein eine Luftbildscenery und schaue Dir hinterher die einzelnen Texturen an.

Du kannst dann ja mal die Auflösung des Fotos vor dem Resamplevorgang varieren bzw. die Parameter in der *inf Datei verändern um das zu simmulieren. Dann kannst Du selbst sehen wie das Ausgangsergebnis nach dem Resampeln schwankt. Da bei einem Luftbild aber die Eckkoordinaten festgelegt sind kann man hierbei aber nichts verändern wie bei der oben genannten Testsimulation. Daher muß das Foto nahezu im Format 4,75m pro Pixel vorliegen. Wie gesagt aus eigener Erfahrung kann ich sagen das man hier vorher mit der Auflösung des Luftbildes spielen und testen muß da wenn das Rohbild in 0,5 m vorliegt es ja ein ungrader Teilerfaktor zu 4,75m/Pix. ist.
Jetzt muß man testen ob der Resample Vorgang oder das konvertieren des Luftbildes im Fotoprogramm das Ergebnis negativer beeinflußt. Wie ich schon erwähnte die Vorarbeit ist das schlimmste bei der Fotoscenery.

Nicht desto trotz das oben genannte hat zwar Einfluß auf die Bildqualität der Fotoscenery, aber darum geht es uns hier gar nicht Hans Günter. Den Usern geht es hier um was ganz anderes. Nämlich den Effekt, das der FS bei starker Hardwarebeanspruchung (Prozessor, Speicher, Grafikkarte, Festplatte) versucht diesen Performanceverlust auszugleichen. Er schaltet jetzt die Texturen in einen minderwertigen Mip Level. Dieser ist schlecher aufgelöst. Damit sieht das ganze dann unschärfer aus. Auch kommt er nicht mehr mit den Nachladen von Texturen im höherwertigen Mip Level nach. Da ich dieses nicht alles ausführlich erklären möchte, da ich dieses schon gemacht habe (ich möchte jetzt keine Werbung machen) verweise ich auf meine Homepage www.jobia.de Hier solltest Du die Beiträge
"Projekt Bodentexturen für den FS2002" und "Tipps zur Beseitigung der unscharfen Bodentexturen" lesen, dann weíst Du was ich und die anderen hier meinen.

Gruß Joachim
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