Zitat:
Original geschrieben von MarcusN
@ Siegfried & Alfred :
Also ich warte jetzt mal auf die "offizielle" Aufklärung durch eure "Pilotenkontakte".
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Der Flugzeughersteller liefert die Daten, was der Flieger bringt.
Wer allerdings wo landen/starten will, benötigt von der zuständigen Behörde des Landes eine entsprechende Freigabe.
Die Airline legt dazu die Daten zum Flieger vor und die Behörde wird sich angesehen, was im Notfall (missed approach, enginefail etc.) getan wird. Die Behörde kann dann der entsprechenden Airline Auflagen machen, wie z.B.: Minima festlegen, spezielles Training vorschreiben.
Seitens der Flughafen muß natürlich auch die entsprechende Belastbarkeit der Piste gewährleistet sein (wird auch getestet) und in entsprechender Länge vorliegen...und vieles drum rum auch noch.
Es kommt also schon vor, daß Airline X mit einem anderen Minimum anfliegen darf als Airline Y.
Derzeit ist das Minimum in INN bei 1500 AGL (für die B737) ...es wird aber daran gearbeitet dass demnächst auch mit Min. 200ft geflogen werden darf.
Es läuft gerade eine Dissertation zum Thema.
Dabei wird mit RNAV (glaub heißt das) gearbeitet.
Der FMC wird dahingehend umprogrammiert, dass er die entsprechenden WAYpoints innerhalb 0,2nm genau selbstständig nachfliegen kann. Das ganz würde dann sogar blind fliegbar sein (durch den Computer)
Mit bisheriger FMC Programmierung ist ein genaues Nachfliegen nicht möglich, weil Boeing mit konstantem Bank fliegt - was wiederum den Kurvenradius je nach Geschwinigkeit ändern würde.
Boeing FMC's kurven als kurz vor dem Waypoint schon ein. Um in einem engen Tal (wie in INN) trotzdem heil rauszukommen müßen eben dem genauen Pfad folgen können.
Seitens der Behörde wird noch verlangt, dass bei Ausfall des GPS das Trägheitsnavigationssystem genau genug ist um die Positionswerte richtig zu liefern.