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Inventar
Registriert seit: 20.02.2002
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Zitat:
Original geschrieben von sergio
Nach meinem persönliche Eindruck hat dein erstes Posting doch eine gewisse Chuzpe gehabt. So plakativ die Vorzüge eines Konkurrenten zu loben, war doch ein bisschen, wie soll ich sagen, enthusiastisch?
Ich habe die FXP inhaltlich immer klar vor die CP gestellt. Das Layout und Konzept spielt für mich ebenfalls eine wichtige Rolle, hat sich den anderen Punkten in denen die FXP ja auch unangefochten die Nase vorn hat aber unterzuordnen. Zudem ist die CP kein wirklicher Konkurrent (Preis, Sprache, Verfügbarkeit). Will man den Machern eines produkts Ihre Fehler aufzeigen eignet sich ein ähnliches Produkt noch immer als bestes Anschauungsobjekt.
Stell dir mal vor, im Online-Forum einer bestimmten Werbe-Agentur meldet sich jemand und sagt, die andere Agentur sei da und da wesentlich besser, und diese hier hat nur Schülerzeitungsniveau. Mag die Kritik stimmen, aber die Art, wie sie geäußert und wo sie geäußert wird, hat auch eine gewisse Bedeutung.
Ich bin doch nicht der einzige dem das auf die Nüsse geht! Dieses Forum eignet sich bestens denn nur hier sind Leser der FXP versammelt und haben die Möglichkeit FXP-bezogene Themen kritisch zu diskutieren. Hier auf "heimischem Boden" kann sie sich auch besser verteidigen so sie denn geeignete Gegenargumente hat - was aber offensichtlich nicht der Fall zu sein scheint da man hier schon anfängt irgendwelche Gespenster zu beschwören.
Trotzdem: Einiges, was du bemängelst, findet meine Zustimmung. Ich bin nicht blind, nicht blöd und kein Ahnungsloser. Wenn ich Gestaltungs- und sonstige Fehler in FXP sehe, ärgere ich mich auch. Natürlich kann man vieles Diskutieren. 3 Spalten sind lockerer und erlauben größere Gestaltungsfreiheit. 2 Spalten bringen aber mehr Text herunter. Hintergründe können mal stören, mal schaffen sie einen gewissen atmosphärischen Background. Ich persönlich würde lieber eine Serifenschrift für den Haupttext haben, aber eine Groteske wirkt sachlicher und "technischer". Nur zwei, drei Schriftarten zu benutzen ist harmonischer, aber manchmal auch langweiliger. Und und und.
So etwas nennt man "Konzept", und jedes bedeutet einen Kompromiss. Ein "atmosphärischer Background" wie der in FXP 12/2002 Seiten 39,40,41 (CFS3 Review) deutet ganz einfach klar von gestalterischer Unfähigkeit, basta.
Ein Magazin entwickelt sich und experimentiert mit neuen Ideen, neuen Stilmitteln. Wenn man älteren Ausgabe anschaut, ist der Wechsel, den FXP durchmacht, klar zu sehen. Also, ich bezweifele nicht, dass früh oder später das eine oder das andere Layout implementiert wird. Dazu kann ich nichts konkretes sagen, weil ich mit der graphischen Gestaltung des Magazins nicht zu tun habe. Aber die letzten drei Jahre beweisen eine kontinuierliche Verbesserung. Das wird in der Zukunft auch so sein.
Ein Magazin das derart laaaaangsam elementare Verbesserungen implementiert kann sich eigentlich nur in der Sicherheit einer gewissen Monopolherrschaft wiegen. Ein Profi wird innerhalb einer Woche ein Konzept erarbeiten welches dann 3 Jahre lang ganz einfach FUNKTIONIEREN wird.
Werbe-Experten können natürlich über die "Fehler" von FXP lachen. Sogar zu recht.
Wenn namhafte Musikproduzenten "zu recht" über meine Produktionen lachen würden würde das bei mir die Alarmglocken schellen lassen.
Aber abgesehen davon, dass auch eine Menge teuere, sogenannte professionelle Werbung schlicht doof, wenn nicht gleich unsäglich ist: Man muss die Sachen in Relation stellen: Gute Gestaltung kriegt man nicht umsonst. Man muss sie bezahlen, und zwar nicht wenig. Im Augenblick ist es für FXP nicht drin, sich einen richtigen Profi-Designer zu erlauben. Andere Dinge haben Priorität.
OK. Wie steht es mit den "Kleinigkeiten" zu dessen Behebung Man keinen "Profi-Designer" braucht (Hintergründe, Schriftarten und -schnitte, Papierfarbe...)?
Du wirst sicherlich einwenden, Studenten würden es für wenig Geld machen. Ja, sicherlich. Aber wie viele Hefte lang würden sie das mitmachen?
Bei einem Studenten hast Du viel eher die Sicherheit als bei einem Profi der Dir jederzeit unter der Hand abgeworben werden kann.
Ich kenne es aus anderen Medienprojekten, die sich so auf die schnelle ein passables Aussehen besorgt haben. Das Problem war, irgendwann hatten die Layouter keine Lust mehr, oder sie wollten mehr Geld, oder sie haben den richtigen Job gefunden. Und dann kam die Krise: Wer macht weiter? Wie?
Mit einem Studenten macht man genau solche Verträge wie mit einem Profi, und Studenten im Bereich Mediendesign wissen dass sie sich auf einem übervollen Markt bewerben müssen. Ein Student wäre um einen solchen Job froh, und wir alle wissen dass bei Bewerbungen kurzzeitige Beschäftigungen eher als negativ angesehen werden.
Das Problem ist, dass durch solche Hilfskräfte keine Kontinuität garantiert ist. Deswegen würde ich davon abraten und lieber empfehlen, zu warten, bis FXP stark und reich genug ist, sich einen besseren, professionelleren Layout zu leisten.
Das kann sich die FXP leider aufgrund der Monopolstellung leisten. Ich werde ja deswegen auch nicht aufhören das Heft zu beziehen.
Ich hoffe sehr, das Warten strapaziert nicht zu stark deine Geduld.
Bis dahin werde ich mein Bestes tun, sowohl inhaltlich als auch - wo ich kann - gestalterisch.
Über den Inhalt habe ich mich nie negativ geäußert - es sind nicht zuletzt Berichte wie Dein Gmax/FSDS Vergleich die für mich den Bezug dieser Zeitschrift rechtfertigen - denn Reviews und Previews sind eine sehr subjektive Sache und meist im WWW früher und Umfangreicher zu haben.
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