Das Verbindungsprinzip ist einfach:
Jede Dose hat 2 Eingänge und 2 Ausgänge. Die Eingänge sind die Klemmen a und b, die Ausgänge diejenigen, die mit a1 und b1 beschriftet sind.
a ist mit dem linken Steckplatz mit der Kontaktfahne links oben am Stecker verbunden (Sicht auf die Dose), b mit der Fahne links unten. Ist hier nichts eingesteckt, erfolgt über Kontakte eine Verbindung zu den Kontaktfahnen des Steckers auf der rechten Seite. Von hier geht es zum rechten Steckplatz und vom rechten in gleicher Weise zum mittleren. Vom mittleren Steckplatz (b rechter Anschluss, also ganz unten) erfolgt die Verbindung zur Klemme b1. Der Anschluss a der mittleren Dose ist nicht direkt auf a1 geführt, sondern auf eine Zwischenklemme (heisst I oder X - ist schon zu lange her, dass ich da reingeschaut habe ;-) , die man eben mit der von dir gefundenen Drahtbrücke mit a1 verbinden sollte. Von hier gehts weiter zu einer eventuellen weiteren Dose.
Die weiteren Klemmen habe ich noch nie verwendet; sie wurden für die Viertel- und Halbanschlüsse usw. verwendet, sind aber meines Wissens kaum mehr in Gebrauch.
Verbindet man also mehrere Dosen, so ist so vorzugehen:
extern zur ersten Dose auf a/b. I/X mit a1 verbinden. a1/b1 zu a/b der weiteren Dose. Gehts hier wieder weiter, ist wieder die Brücke I/X auf a1 erforderlich.
Man kann natürlich auch direkt an der Zwischenklemme anschließen - aber dann weiß man später überhaupt nicht mehr was man getrieben hat ;-(
Damit ergibt sich auch der Grund für die zwei- oder vierpoligen Gerätestecker:
Durch das Einstecken eines Gerätes wird die Verbindung zwischen den linken und rechten a- bzw. b-Klemmen eines Steckplatzes aufgetrennt. Dadurch sind alle 'dahinter' liegenden Stecker vom Telefonnetz abgetrennt. Das durchschaltende Gerät muss jetzt selbst dafür sorgen, dass die Verbindung wieder hergestellt wird - meist mit einem internen Relais. Sonst sind die dahinter liegenden Geräte 'tot'. Ein nicht durchschaltendes Gerät hat nur 2 Anschlüsse (es braucht ja auch nicht mehr). Das bedeutet gleichzeitig, dass dieses Gerät nur das letzte in der gesamten Kette sein darf, da sonst alles dahinter von der Telefonleitung getrennt ist.
Für deinen speziellen Fall:
An der ersten Dose: links Clipbox, rechts UTA Smartbox, Mitte durchschleifendes Telefon (schalten alle durch, Clipbox zeigt sicher alles an was von der Leitung kommt, Smartbox wählt alle Nummer die von innen nach aussen gehen).
An der zweiten Dose: Mitte: nicht durchschleifendes Telefon, äußere Steckplätze bleiben frei (z.B. für Modem und/oder Fax). Das zweite solche Telefon kannst du leider regulär nicht verwenden!
Das 'regulär' bedeutet: Es gibt Anschlusskabel (unerlaubterweise aus Sicht der Telekom), die fix die Verbindung zwischen linken und rechten Kontaktfahnen herstellen. Das funktioniert zwar meist. Der Nachteil (oder vielleicht in deinem Fall nicht) ist, dass dann mehrere Apparate gleichzeitig an der Postleitung hängen können. Damit können sich die Geräte gegenseitig bzw. was schlimmer ist die Amtsleitung stören, da jedes Gerät die Belastung der Amtsleitung erhöht. Dadurch könnte sich möglicherweise die Post bei dir melden... Außerdem wird das Mithören von einem anderen Apparat aus möglich.
Im amerikanischen Netz wird das standardmäßig so gehandhabt. Ich habe allerdings mit der Qualität amerikanischer Telefonnetze so gar keine positiven Erfahrungen gemacht!
Ich hoffe ich konnte dir helfen!
E. Sommerauer
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