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Alt 06.10.2002, 12:39   #12
Hans Tobolla
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Hi Danny,

ich habe noch so eine Rechenscheibe Aristo Aviat 617. Damit kann man auch Winddreiecke konstruieren. Benutzt habe ich das Ding zuletzt bei der Prüfung, das ist schon eine Ewigkeit her. Bei der Flugvorbereitung (VFR-Flüge nach time/heading) und während des Fluges habe ich diese nie benutzt. Da arbeitete ich lieber mit Faustformeln und/oder mit Tabellen.

Gebe einfach mal bei der Suchfunktion „Faustformeln“ ein.

Während des Fluges sollte man auch nicht "herumdoktern", da wird der Luftraum beobachtet, beim Funk zugehört, usw., damit man rechtzeitig mitkriegt, falls sich was Unangenehmes anbahnt.

Das Winddreieck ist eine Möglichkeit, die GS ganz genau zu ermitteln. Aber wenn der Wind später beim Flug nicht so ist wie angenommen, stimmt auch die GS nicht, deshalb sollte man während des Fluges immer wieder überprüfen, ob man die berechneten Flugzeiten für die einzelnen Abschnitte auch einhält.

Mal ein angenommenes Beispiel:

Generalkurs von A nach B 340°, Windvorhersage für die Reiseflughöhe Nord mit 20 Kts, IAS 120 Kts, Flughöhe auf FL 65.

TAS ungefähr 120Kts + 13% (2% pro 1000ft Flughöhe) = 120Kts * 1,13 = 136 Kts

GS ungefähr 136 Kts – die vollen 20 Kts (weil der Windeinfallwinkel mit 20° gering ist), also 116 Kts.

Der Luvwinkel ist bei dieser Windrichtung so gering, dass man diesen besser gleich erfliegt.

Gruß!

Hans
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