Hallo miteinander,
Damit ist der Wind mit 340/40 vollständig bestimmt, steht im ersten Beitrag zu diesem Thema.
Und was bedeutet das nun für die Praxis?
Im Punkt C kann ebenso gut auch Windstille sein, wenn ich dort bin. Soviel darf man sicher sagen: Während des Fluges von A nach C hat der Wind meistens aus nordnordwestlicher Richtung mit durchschnittlich 40 Kts geblasen. Aber das ist gewesen, und für die weitere Durchführung des Fluges nicht mehr besonders wichtig, denn der Wind ändert sich oft sehr schnell. Deshalb unterlasse ich die Bestimmung des Windes, fliege auf die Kurslinie zurück, höre mal den ATIS vom nächsten Flughafen ab, und passe besser auf, damit ich nicht wieder abgetrieben werde.
Während der Ausbildung und bei der Prüfung werden Winddreiecke gezeichnet. Das finde ich auch richtig, um sich die notwendigen Kenntnisse über den Einfluss des Windes zu erarbeiten. Später, in der Praxis, habe ich dann nie mehr ein Winddreieck gezeichnet, denn diese zeitaufwendige Arbeit ist meistens für die Katz, weil der Wind dann doch oft ganz anders ist. Statt dessen überlege ich, welche Gefahren durch den Wind entstehen könnten, z.B. Turbolenzen, Abwinde, Staubewölkung, zuviel Seitenwind bei der Landung, usw.
Den Luvwinkel schätze ich auf Grund der Vorhersage, die Feinkorrektur erfolgt dann während des Fluges, mehr habe ich für kurze Hüpfer nie gemacht.
Bei langen Flügen ist die Groundspeed wichtig. Auch hier reicht zuerst einmal eine Schätzung aus. Während des Fluges sollte man diese Geschwindigkeit öfter mal ermitteln und dann über die Ankunftzeit und Kraftstoffreserven nachdenken.
Viele Grüße!
Hans
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