Hi Danny,
den Text aus diesem Buch kann auch nur jemand verstehen, der sich ohnehin schon auskennt, z.B. der Axel. Der Text ist stellenweise einfach nicht in Ordnung. Ich habe etwas dazu geschrieben:
Um den tatsächlich herrschenden Wind zu bestimmen, ermitteln wir zuerst den Windstillepunkt W. Ohne Wind wäre der Pilot auf dem Kurs 050° geflogen und hätte nach einer halben Stunde den Punkt W erreicht. Wenn wir die Punkte W und C verbinden, erhalten wir den tatsächlich herrschenden Wind. (falsch, richtig ist: ... erhalten wir die Strecke über Grund, um die wir versetzt wurden). Die Länge des Windvektors (richtig wäre: Die Länge dieser Strecke) ist ein Maß für die Windstärke, wobei allerdings die Zeit mit berücksichtigt werden muss.
In unserem Beispiel ist der Windvektor (richtig: ist die Strecke) 2 cm lang, das entspricht 20 kt (richtig wäre : 20 NM) Da der Windeinfluss nur eine halbe Stunde gewirkt hat, beträgt die Windstärke jedoch 40 Kts (besser: beträgt die Windgeschwindigkeit 20 NM/0,5 h gleich 40 Knoten) Als Windrichtung entnehmen Sie 330°. Damit ist der Wind mit 330/40 vollständig bestimmt.
Der Autor hat einen grundsätzlichen Fehler gemacht: Entweder man zeichnet ein Vektordreieck aus Geschwindigkeitsvektoren (Eigengeschwindigkeit, Grundgeschwindigkeit, Windgeschwindigkeit) oder aus Strecken, aber man mischt das nicht, schon gar nicht in einem Lehrbuch. Kein Wunder, dass Du das nicht verstehen konntest.
Viele Grüße!
Hans
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