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Original geschrieben von _m3
[BDas problem ist, wie bei vielen guten ideen des sozialismus, das es kretzen gibt, die alle benefits bis zum letzten ausnutzen mussen (was nicht verboten ist, ist erlaubt - kommt das jemandem bekannt vor ) - diesen missbrauch, der in letzter zeit ueberhand nimmt, muss man einschraenken. aber nur weil ich innerhalb von einem monat keinen job bekomme, will ich nicht am existenzminimum leben muessen - genau dazu zahl ich ja in meiner verdienenden zeit die beitraege.[/b]
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Leider muss Dich Guru enttäuschen - die Idee der Überbrückungshilfe stammt aus 1889 und zwar vom "Christlichen Arbeiterverein", einem Vorläufer der Gewerkschaft.
Früher wurde dieser Missbrauch gesellschaftlich geächtet - heute sind die Leute stolz, wenn sie den "Staat" betrügen können. Auf die Idee, dass sie selber ein Teil des Staates sind, denken sie in ihrer Kurzsichtigkeit nicht.
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ad versicherung:
ja, das oesterreichische versicherungsmodell ist ueberholungsbeduerftig, aber nein, es gehoert nicht abgeschafft.
klar ist in den usa jeder ueber seinen arbeitgeber versichert, aber uebernimmt die versicherung auch alle kosten - NEIN. und wenn du z.b. ein kind hast, dass an chronischem asthma leidet und taeglich inhalieren muss, darfst du da ALLES aus eigener tasche zahlen, weil jede versicherung das sofort aus der versicherungsdeckung herausnimmt, falls sie dich ueberhaupt nimmt. und um dir in dem fall dann die medikamente leisten zu koennen, kannst du gleich den vierten job annehmen => du siehst noch weniger von deinem kind
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In den USA gibt es weder eine Versicherungspflicht noch eine Pflichtversicherung. Für Nichtversicherte gibt es nur die "Welfare", die Wohlfahrt - und dort gibt es nur so ziemlich die schlechtesten Leistungen. Manche Unternehmen bieten als Anreiz eine versicherung, bezahlt als Gehaltsbestandteil - nur sind diese Versicherungen auf Grund der geringen Versichertenzahl und des damit höheren Risikos ziemlich teuer und putzen sich häufig ab.
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aber ich frag dich nochmal, weil du nicht geantwortet hast - warum uebersiedelst du nicht in die USA, wenn dort alles besser ist? einen job zu finden, ist ja fuer dich auch kein problem, nachdem du ja in AT auch sofrt wieder einen finden wurdest.
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Nur weil jemand manche Dinge woanders besser findet, muss er ja nicht dorthin gehen. Guru empfindet es als sehr unfaire Diskussionskultur, bei fehlenden Argumenten mit der Pawlowschen Standardreaktion - "Warum gehst ned hin...." zu antworten. Vielleicht kann, will er nicht, vielleicht gefällt es ihm hier besser... Nur weil jemand Engagement zeigt, etwas zu ändern, muss man ihn ja nicht fortschicken.
Zitat:
ad rechte des arbeitnehmers:
ja - du moechtest also auch lieber 6 tage die Woche taeglich 12 stunden oder mehr unter schlimmsten bedingungen arbeiten?
klar - in einem "normalen" betrieb ist das alles kein thema, chef und MAs koennen miteinander reden und schnapsen sich alles untereinander aus, aber das funktioniert nicht immer und wie man beim platzen der dot-com blase gesehen hat, auch nicht in "coolen" firmen, die auf einmal einen Betriebsrat einfuehrten, als es der firma schlecht ging und die chefs einschraenkungen machen mussten.
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Man sollte jeden arbeiten lassen, so lange er will. Man muss aber auch diejenigen verteidigen, die sich an den Kollektivvertrag und die 40/38/35 Stunden halten wollen. Und wenn sich die Arbeitnehmer zusammenschließen, so ist das ihr gutes Recht, haben sich doch auch die Arbeitgeber in diversen Verbänden (Wirtschaftskammer, Industriellenverband, etc.) zusammengeschlossen.
Viel wichtiger scheint Guru, dass es möglich sein muss, _miteinander_ reden zu können, sich an einen Tisch zu setzen, ohne sich zu beflegeln und gegenseitig etwas vorzuwerfen zu müssen. Natürlich wollen Unternehmer verdienen und natürlich wollen auch die MA für ihre Arbeit entlohnt werden. Was sich ergeben sollte, ist ein Interessenausgleich - und jeder hat halt ein bisserl andere Interessen. Nur mit Egoismus gehts halt bei _gemeinsam_ nicht...
Guru