Zitat:
Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
meine vorstellung wäre eher die zusammenlegung der versicherungen.
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Die Versicherungen in Österreich sind - aus mehreren guten Gründen - entweder nach Ländern aufgeteilt oder nach Berufsgruppen. Daher haben sich unterschiedliche Standards herausgebildet und auch unterschiedliche Leistungskataloge.
Viele Versicherungen bekommen neben den Versicherungsbeiträgen noch Selbstbehalte (z.B. Gewerbliche SV, Eisenbahn-VA, BVA). Wer sich die Kennzahlen der einzelnen Versicherungen ansieht, wird erkennen, dass auch unterschiedlich effizient gearbeitet wird - soll man jetzt die "sparsamen" Versicherungen bestrafen und mit schlechteren Versicherungen zusammenlegen? Manche Kassen nagen quasi am Hungertuch, weil die Zahl der Versicherten immer weniger wird (z.B, Bauern-SV).
Manche KK verlangen höhere Beiträge von den Versicherten als die Gebiets-KK nach dem ASVG (z.B. Gewerbliche SV, Eisenbahn, Beamten, Gemeinde-KFA), teilweise bis zu 2% mehr als ASVG...
Ich stimme mit Dir überein, dass manche Gehälter in den KK etwas hoch geraten sind - übrigens auch die in den Pensionsversicherungen, wie am Beispiel Gaugg recht deutlich wurde.
Nur: deswegen über einen Kamm zu scheren, ist selbst bei einer allgemeinen Versicherungspflicht nicht wirklich klug. Man braucht ja z.B. nur Gehälter zu deckeln, die Ausgabenrahmen einschränken (nicht für die versicherten - für die Angestellten), Benchmarkings machen innerhalb der versicherungen - es gibt noch immer Möglichkeiten der Einsparung, schließlich sind genügend Kassen positiv bilanzierend. Und das liegt sicher nicht an den besonders gesunden Versicherten, sondern eher an einer sparsamen Verwaltung...
Guru