Ich muss jetzt Wolferl ein großes Lob aussprechen, dass er sich getraut hat, dieses Thema anzusprechen, obwohl er sicher nicht mit solch eindeutigen Reaktionen gerechnet haben wird.
Mein Meinung dazu ist einfach die: In Diskussionsforen, privaten Schriften, Ansichtskarten ..... ist die Rechtschreibung wirklich wurscht, solange man noch auf den Inhalt schließen kann.
Gehe ich aber damit an die Öffentlichkeit, und das WCM hat sicher mittlerweile eine sehr große Auflage und damit auch Leserschaft, dann bin ich auch verpflichtet gewisse Regeln einzuhalten. Mir fällt nämlich schon auf, dass es kaum bis gar keine Tipp- oder Flüchtigkeitsfehler, dafür aber massenhaft das bzw. dass-Fehler gibt. Das ist für mich ein Zeichen, dass alles noch einmal kontolliert wird, bevor es in Druck geht (was für eine Zeitung glaube ich ja selbstverständlich ist). Spätestens hier sollte ein Fachmann am Werk sein, der der deutschen Rechtschreibung wirklich mächtig ist. Der Techniker, der den Artikel nebenberuflich verfasst, sollte sich um solche Probleme nicht kümmern müssen, doch wird sein Geschriebenes veröffentlicht, müsste halt ein Fachmann das Werk noch einmal korrigieren.
Momentan gibt es sicher genügend fertig ausgebildete Deutsch-Lehrer, die auf so einen Job ganz scharf wären.
Ich weiß, dass sich die Zeiten ändern, aber gerade deswegen sollte man das Richtige lesen, um selbst nicht immer mehr verwirrt zu werden, wenn ich als schwächerer Rechtschreiber immer andere Versionen von ein und demselben Wort lese, oder nie eine Linie in der "das - dass" Schreibung erkenne. Denn der erste Eindruck eines Menschen wirkt am längsten, und viele bilden sich vom Geschriebenen ein erstes Urteil über den anderen.
Andererseits, wie viele haben sich nicht schon lustig gemacht z.B. über Herbert Prohaska, wenn er in Interviews immer den dritten und vierten Fall verwechselt, sogar Kabaretts leben von sowas. Und soweit ist es vom "das" zum "ihm" nicht.
In diesem Sinne liebe Grüße