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Alt 06.09.2002, 10:49   #17
Lutz
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Reden Ihr wolltet es nicht anders ... :D


Nun, um eine wissenschaftliche Diskussion auch zum korrekten Ende zu bringen, führen nicht nur Wissenschaftler gelegentlich Experimente durch. Physiker haben es oft schwer, einen Disput mit einem Experiment zu klären (zum Beispiel Fragen über Sternenentstehung oder der Galaxienevolution). Wir aber haben das Glück, unseren Diskussionsgegenstand mit einem Experiment zu prüfen. Wer keine richtige Chessna zur Hand hat, kann die FS-2002-Chessna nutzen.
Die Ausgangswerte sind:
Zeit X + 0: 116 kts; 2300 RPM; 4000 ft; Trimmung: Horizontalflug 180°; Realität: Autoruder aus
Zeit X + 0: Querruderrechts bis 30° Querneigung; anschließend: Querruder neutral
Zeit X + 6: 116 kts; 2300 RPM; 3750 ft; Trimmung: Horizontalflug 090° (also 270°-Manöver);
Das macht deutlich:
Das Gerät fliegt OHNE Querruder immer Horizontal oder richtet sich in die Horizontale auf.
Das Gerät muß zum Kurven mit den Querrudern gesteuert werden.
Die Seitenruder werden NICHT benötigt, Seitenruder VERURSACHEN das Gieren. (Warum das Seitenruder erfunden wurde? Nur, um Gierbewegungen durch äußere Umstände (Wind, Ungleichgewicht, asymetrischer Antrieb, u.s.w.) auszugleichen)
Das Höhenruder wird zum Ausgleich des Höhenverlustes benutzt, etwas mehr Motorleistung zum Ausgleich des erhöhten Luftwiederstandes.
Das war der akademische Teil! (PS: Wird auch in der Grafik (s.o.) deutlich!)
Richtig, im normalen Flugbetrieb tritt man leicht in die Seitenruder umd beim Ausleiten steuert man natürlich gegen, damit die Kurve eben auch bei dem gewünschten Steuerkurs beendet wird.
Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis

Lutz
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