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Alt 12.07.2002, 15:58   #6
colossus
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Für 2 Disks an einem (HighPoint-)Raidcontroller gibt's folgende mögliche Konfigurationen:

JBOD (Just a Bunch Of Disks):
Fasst mehrere Festplatten zu einer einzigen, virtuellen Platte zusammen. Dabei geht kein Speicherplatz verloren, die Datensicherheit vermindert sich bei geringer Fragmentierung nur minimal, die Geschwindigkeit ist ähnlich wie im Einzelplattenbetrieb.

RAID0 (Striping):
Beide Festplatten werden zu einem virtuellen Device zusammengefasst, wobei sich die Platten sowohl Schreib- als auch Lesearbeit teilen; der Aufwand pro Platte wird halbiert. DIe Übtertragungsrate steigt auf etwa das 2-fache, die Zugriffszeit im STripe-Array allerdings auch.

RAID1 (Mirroring):
Beide Festplatten werden zu einem virtuellen Device zusammengefasst, wobei die Daten, die eine Platte schreibt, in Echtzeit auf der anderen gespiegelt werden; wodurch sich die Kapazität des Arrays auf diese der kleineren Platte verringert. Das Auslesen von Daten erfolgt parallel, die Daten werden untereinander verglichen um Fehler zu vermeiden. Dabei steigt die Datensicherheit, die Geschwindigkeit verringert sich deutlich.

Exclusiver Betriebsmodus:
Beide Festplatten werden als seperate Laufwerke gehandhabt, die wie ein ATA-Drive an einem non-RAID-Controller betrieben werden. Allerdings ist der Zugriff auf diese Platte(n) (meist) erst nach der Installation von Zusatztreibern möglich.

So, ich hoffe das hat einen ersten Überblick über IDE-RAIDs, die auch praktisch Anwendbar sind (RAID5, RAID0+1 sind im 1. Fall beim Controller und im 2. Fall plattenmäßig kostenintensiv).

Mein RAID0-Stripe läuft übrigens mit 2 Maxtor-Platten ganz hervorragend, die Ladezeiten in Speicherintensiven Anwendungen haben sich auch deutlich verringert.
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