Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 09.07.2002, 13:33   #97
wol
Inventar
 
Registriert seit: 04.02.2000
Beiträge: 2.488


Standard

Na gut, dann red ma halt weiter, wenns niemanden stört und eh im Rahmen bleibt. Dieses Messen mit zweierlei Maß sieht man ja schon an den Vergleichen, die hier gebracht werden: Hitler, Pol Pot, usw. Es wird doch kein vernünftiger Mensch irgendeinen unserer Politiker mit denen vergleichen, trotzdem liest mans hiergerade eben.
Was der LOM und ich (und vielleicht auch noch andere) meinen: Wenn zB. die Linken in den letzten Jahrzehnten Schulden auf Teufel komm raus gemacht haben, um sich Wählerstimmen zu sichern, dann redet keiner von "Populismus". Hingegen wird das Wort ständig im Zusammenhang mit rechten Politikern verwendet, wenn sie irgendwas fordern, was eh den meisten Leuten recht ist. Dieses ständige Anlegen von verschiedenen Maßstäben und Verteufeln von allem , was von rechts kommt, ist für A und D typisch und meiner Meinung nach ein echtes, geschichtsbedingtes Kollektivtrauma. Man stelle sich nur vor, wenn diese Sterbehilfegesetze, die es jetzt in Belgien gibt, bei uns eingeführt worden wären. Da hätte es wieder riesige Aufmärsche von Kerzerlträgern usw. gegeben. Jeder hätte geschrieen: Wir habens eh immer schon gewusst, dass sie alle Nazis sind. Komischerweise hat das im Falle von Belgien nur sehr kurz für Schlagzeilen gesorgt. Es gab keine Sanktionen von der linken Internationalen.
Das sind die Dinge, die mich und viele andere ankotzen und die den rechten Parteien die Wähler zutreiben. Je mehr sie verteufelt und dämonisiert werden, desto erfolgreicher sind sie. Wenn sie, so wie bei uns, an die Regierung kommen, dann sieht man eh, dass sie auch nur mit Wasser kochen, und eine ganze Menge Blödsinn machen, den auch Sympatisanten nicht mehr nachvollziehen können.
wol ist offline