@Leo
Beim durchstarten (generell starten und landen) wird fett eingestellt, da ist aber die Luftdichte üblicherweise sehr hoch (wenn man nicht gerade in den Anden ist) und damit automatisch das ricthige Gemisch eingestellt.
Die Werkseinstellung bezieht sich meines Wissenas auf Meereshöhe, also in unseren Breiten macht man nix falsch auf voll fett beim Start zu gehen.
Der Mittelklasse-PKW hat keine (vergleichbaren) Höhenunterschiede zu überwidnen, und wenn Du mit einem Auto den Großglockner hochfährst merkt man auch bei Einspritzer Leistungsverlust (no na

).
Die Einstellung mit dem EGT ist ja relativ modern, früher hat man solange abgemagert bis der Motor rauh lief, dann wieder angereichter bis er rund lief, das war´s. Genaugenommen eine gefährliche Methode, daher auch später EGT-Messung (später und neu ist relativ)
Kaltschlamm:
Sind die Motortemperaturen zu gering, reichert sich das Schmieröl mit Treibstoff an, steigt dann die Tempoeratur auf Betriebstemperatur oder höher, verdunsten die leichtflüchtigen Benzinkomponenten und werden ausgeschieden.
Übrig bleiben Treibstoffreste (95% des Kaltschlammes!), der Kaltschlamm setzt sich an heißen Teilen zu einem - unlösbaren! - Film ab, wirkt wie Lack, und irgendwann wird es dem Kolben zu eng und er bleibt stecken, oder die Ventile stecken.
Dagegen hilft unter anderem ein mageres Gemisch, die sogenannten Durchblasegase im Treibstoff nehmen ab.
Interessant ist, daß sich Kaltschlamm bei zu geringen Motortemperaturen bildet (siehe oben), er aber bei den hohen gefährlich wird.
Es kommt auf das richtige Verhältnis an!
wie sagte Sinowatz: es ist alles sehr kompliziert
