Ich kann hier natuerlich nur meine eigenen Einstellungen schildern - ob die fuer jedes Flusi-Modell stimmen, ist vermutlich zu bezweifeln...
Ich habe "Absturzerkennung" und "Ueberlast verursacht Schaeden" an. Die letztere Einstellung halte ich fuer wichtig: Ohne die kannst Du ganz unrealistisch z.B. im gelben Bereich (oberhalb Va) beliebig heftig steuern oder jede Turbulenz abreiten, ohne dass die Struktur Schaden nimmt. Weiterhin kannst Du sonst beliebig Klappen ausfahren, auch oberhalb des weissen Bereichs, was ebenfalls in der Wirklichkeit nicht sehr ratsam ist.
Zu "Torque": Das ist die Wirkung des Motor/Propeller- Drehmoments, das besonders die einmotorige Maschine (bei im Uhrzeigersinn drehendem Prop, vom Pilotensitz aus gesehen) nach links um die Laengsachse drehen will, dadurch tendiert die Maschine in der Luft und besonders am Boden dazu, nach links zu ziehen. Den Schieber habe ich auf 60 Prozent. Das reproduziert mir in der Flusi-Luft beim Modell des SF-25 ganz gut das Gefuehl, das ich mit dem realen Motorsegler hatte.
Zum "p-Faktor": Wenn die Propellermaschine positiven Pitch hat, ist der Anstellwinkel des heruntergehenden (rechten) Blattes groesser als der des linken (wieder Uhrzeigersinn-Umlauf). Dadurch entsteht ein ein Giermoment nach links. Ich hab' den Schieber ebenfalls auf 60 Prozent.
Zu "Precession": Das sollte eigentlich der Kreiseleffekt des Motors sein - wobei teilweise auch die Meinung vetreten wird, es handele sich um die Praezession des Kurskreisels... Wenn es sich um den Motoreffekt handelt, so ist dessen Wirkung die, dass bei einer Nickbewegung der Maschine dach unten (Pitch veraendert sich nach unten) die Kreiseleffekte der umlaufenden Motormassen dabei ebenfalls ein linksdrehendes Giermoment erzeugen. Ich hab' den auf 50 Prozent, in der Annahme, dass es sich nicht um die Kurskreiselpraezession handelt (an der aendert sich bei mir irgendwie nichts, wenn ich am Schieber variiere).
Ein wesentlicher Effekt ist im MSFS durch keinen Schieber beeinflussbar, es ist der "spiralling slipstream", die Tatsache, dass der Prop dem Luftsrom eine Drehbewegung gibt. Dadurch wird das Heck und der vertikale Stabilisator angestroemt (bei Uhrzeigerumlauf von links), sodass sich auch hier wieder eine Linksdreh-Tendenz ergibt.
Wie gesagt: ich habe den Eindruck, dass mit meinen Einstellungen zumindest bei dem einen Modell, fuer das ich auch reale "Erfahrungen" (naja...

) habe, das Verhalten einigermassen brauchbar wiedergegeben wird. Hinzu kommen natuerlich noch die Einstellungen (Empfindlichkeit, Totzone) an Stick und Pedalen.
Soweit zu meinen Generaleinstellugen. Man muss aber bedenken, dass verschiedene (reale) Flugzeughersteller konstruktive Gegenmassnahmen zu den oben erwaehnten Effekten vorsehen, z.B. den Einbau des Motors in kleinem Winkel (canted) zur Laengsachse bzw eine kleine nach rechts gewinkelte Flosse unterhalb des Hecks, die den Linksmomenten entgegenwirkt. Die Massnahmen funktionieren aber strenggenommen nur bei einer bestimmte Geschwindigkeit...
Zur Kurkreiseldrift: Die hab' ich an, obwohl ich der Meinung bin, dass der Effekt viel zu gross ist.
Den Schieber fuer die "allgemeine Realitaetseinstellung" hab' ich auf 50 Prozent. Daran haengen einige Subsysteme, z.B. die Elektrik, die Vereisung des Pitotrohres usw... Ob die Einstellung "vernuenftig" ist, weiss ich nicht wirklich, ich hab mich auf die Aeusserungen in verschiedene Foren verlassen...
Viele Gruesse
Peter
P.S. Der FS2002 wendet die Parameter garnicht unintelligent an, z.B. haben sie keinen (wenig?) Einfluss auf Jets oder Kolben-Mehrmots. Der Kurskreiseleffekt wirkt nur auf die "einfachen" Kreiselkompasse z.B. in den Cessna's, schon die HSI's z.B. in der Kingair sind davon unbeeinflusst.