Zitat:
Original geschrieben von citizen
Vielfach wird ja propagiert, dass jemand, der den Flusi 2002 perfekt beherrscht, auch ein reales Flugzeug steuern könnte! Wird aber vermutlich kein Jumbo sein).
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Um klarzustellen: Ich bin weit davon entfernt, ein
Flusiexperte zu sein (vom realen Fliegen sowieso ;-) )
Zunächst mein Einstieg: vor ca. 15 Monaten A320 Simulator (weil er billig war zum einsteigen...) keine Grafik - so musste ich halt die IRF Regeln lernen und eben mir Kenntnisse der Navigation aneignen...
Umstieg zum FS2000 - der mir total schwerfiel nach dem A320 -Trimmeigenschaften etc...
Ich bin immer mit den Freewareflugzeugen geflogen - ich stellte fest mit dem FS2000 - das wird nix ohne "Grundkurs". Tja somit hab ich auch da etwas dazugelernd.
Irgendwann wurde dann die Cessna gegen grössere getauscht und ich bin ganz gut mit B737/A320 bis zur B777 und A340 herumgeflogen....so glaubte ich

Dazwische einmal im Nov01 ein Cockpitflug in einer b737-800 wo ich zumindest schon ein bisserl einen Vergleich zur Realität hatte.
Viel bekam ich nicht mit - aber schon mehr als bei meinem ersten irgendwann vor 2 Jahren...
Dann kam für mich der denkwürdige FlightXpress Event in Frankfurt mit kurzem Flug mit den FFSim
der B737-400.
Also ich wäre schon an der Parkbremse gescheitert. (gut das lernt man -wie es geht) und als nächstes gab ich Gas - und war fasziniert - dass die Triebwerke gleich laufen - hätte vergessen mehr Schub zu geben - wäre also irgendwo am Ende der Landebahn zerschellt - wohl aber dazwischen eher von der Pist abgekommen, da die Pedale für mich total neu und ungewohnt waren....
Der Start klappte ganz gut - das Höhehalten nicht wirklich... Ohne _sehr guten_ CoPilot bist du total überfordert. Da ist keine Zeit mehr - irgendwelchen Werte einzugeben/abzulesen - wie etwa im Flusi. Anfangs findest du die Dinge nicht schnell genug. Im Flusi ist es auch fast egal - ob du links oder rechts sitzt, im FFSim habe ich wieder von vorne angefangen zu suchen, als ich mal kurz vom CoPiloten Sitz der PF war...
Ok weiter: Ich war in der Luft - aber irgendwann merkete ich, das meine Platzrunde eine andere war (LOWW RWY29-SNU-LOWW RWY34) als die des Instructors (LOWW29 - LOWW29 links rum) und ich mit dem Höhehalten ziemlich beschäftigt war - hielt ich mich halt so gut ich konnte an die Navigationsanweisungen und ich schaffte tatsächlich mit "vereinten Kräften" eine Landung auf der 29 - und schon wieder ein Problem: Umkehrschub (bis man das aufgezogen hat) und wieder: mit den Pedalen bremsen und vor allen auf der Centerline bleiben....
Zurück in Wien kaufte ich dann doch die DF 737
und spielte so herum (man gewöhnt sich vieles falsch an von den "Standartfliegern") - irgendwann
konnte ich die DF737 fliegen. (noch ohne FMC)
Danach wieder gut 8-9 Std in einem Cockpit der 737-800. Ich profitierte jetzt mit meinem Wissenstand voll. Durfte den FMC bedienen etc. Beim ATC versuchte ich halt mitzubekomme was die da so sagen (Der Funkverkehr war immer auf die Lautsprecher geschaltet damit ich mithören konnte)
Zu Hause setzte ich mich an den FMC und siehe da - es ging auch im Flusi ganz gut

)
Dann mein "überdrüber" Erlebniss: ich war bei den 2x4Std Refreshflügen dabei in einer 737-400.
Sprich bei den Flügen wurde es sicher nicht fad - es passierte immer wieder was und noch viel mehr.... Da lernt man die System ganz gut kennen - und viele Fehler konnte ich sogar selbstätig kommen sehen - wäre allerdings _weit_ davon entfernt, auch nur einige davon irgendwie zu beheben zu können. Eher früher als später hätte so ziemlich alles in einen Absturz geendet.
Dazwischen mal eine Pause:
Zur Eingewöhnung in Heraklion gestartet - raus auf Meer und mal versucht, die Höhe zu halten (nach der Flightdirectoranzeigen im PFD) Ich brauchte sicher 5-10 minuten bis ich einigermassen damit klar kam - Horizontanpeilen war ja nix - da war noch von der Trainingssesson "Waschküche" drinnen...
Zur Landung bekam ich gutes Wetter - und dann war es eine Landung auf Sicht - was im echten Sim durch die gute Sicht kaum Probleme macht - soferne
der Copilot die Throttles übernimmt und Landeklappen übernimmt.
Geradehalten und Umkehrschuib ging aber schon bedeutend besser

)
Einen Tag später: sicher eine gute Stunde in LOWL
meist gegen westen das Inntal hinauf bis zum Arlberg ... viele Überflüge knapp übern Flughafen mit fullspeed und einige wenige Landungen.
Starten ging super (die waren wirklich etwas überrascht wie gut ich die Befehle und Abfolgen beim Start kannte...)
Resume:
Man wird wohl min 5-10 Std im echten Simulator brauchen um zumindest das Ding in der Luft halten zu können und zu Landen - wenn man einen wirklich guten Copioten hat - der die Instrumente bedient...
Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, denn Autopilot und FMC sind dazu da - die Piloten zu entlasten und ihnen Luft zu verschaffen....
(und bisher im FFSim bin ich immer nur "händisch" geflogen)
Und man darf nicht vergessen - fliegen ist wohl das geringste Problem: Die echten Probleme liegen
im Flugfunk und wenn die Atmospährischen Bedingungen nicht ideal sind (und wann sind sie das!). Von leichten technischen Problemenrundeherum ganz zu schweigen..
Achja: Bei den modernen Flugzeugen ist zwischen
Gross und klein nicht gar soooo viel Unterschied.
Ob das Ding jetzt 60 oder 360 T hat ist dann kein so grosser Unterschied mehr. Bei älteren Modellen ist er klarerweise schon wesentlich grösser.
Siegfried
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BTW: Wer noch mitfliegen will auf unserem AusFLUG
Wien-Korfu-Wien : es sind nur noch wenige Plätze frei!!