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Alt 31.05.2002, 17:16   #97
artemisia
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@citizen

immer dann, wenn sich leute für andere einsetzen, für menschen die am rand der gesellschaft sind, für ausländer die diskriminiert werden, für alleinerziehende frauen, die von staatlichen leistungen abhängig sind, für obdachlose oder für belange der natur, wird ihnen in den letzten jahren schimpfwortartig gutmenschentum oder political correctness vorgeworfen.

es ist schon traurig, daß der bisherige konsens, der von allen religionen und allen soziallehren geteilt wird, nämlich den hilfsbedürftigen unter die arme zu greifen, durch diese ausdrücke ins lächerliche gezogen wird.

mir ist bewußt, daß diese ausdrücke als modeerscheinung in den allgemeinen sprachgebrauch einzug gehalten haben. wohl deshalb, weil rechtsradikalismus und rechtspopulismus in den letzten jahren eine breiterer plattform erobert haben.

man/frau muß aber nicht jede modeerscheinung mitmachen.

ich halte es auch für falsch, sich gegen diesen begriff zu wehren. ich schäme mich nämlich nicht, wenn ich mich sozial engagiere. wenn mich jemand als gutmensch bezeichnet oder mir politcal correctness vorwirft, empfehle ich ihm, über diese ausdrücke einmal genauer nachzudenken.

greetz
arte

btw: dir auch ein schönes we
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