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Alt 31.05.2002, 11:42   #20
Marcus Füchtenschnieder
Veteran
 
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Beiträge: 212


Spornradflieger..... und Flieger mit T-Leitwerk

Hi Peter,

Zitat:
Original geschrieben von Peterle
P.S. Aber mal eine Frage zur Extra des FS2k2: Ich habe trotz "gutmuetig" eingestellter Pedale groesste Schwierigkeiten, den Vogel bei etwas Seitenwind ueber die Taxiways zu kutschieren
Jaja,... die Extra....
Zunächst mal ist es schon so, daß Spornradflugzeuge bei Seitenwind in der Tat extrem besch... am Boden zu manövrieren sind. Der lange Hebelweg von Hauptfahrwerk zu Spornrad macht den Vogel zu einer allerbesten Windfahne.
Ist das Rad dann auch noch ungelenkt, wird es zum Spielball des Windes. Dann heißt es immer soviel Propellerdrehzahl stehen zu haben, daß das Seitenruder duch Anblasen genug Wirkung hat.
Am besten steuert man die Dinger bei Wind im Rasen, weil der das Rad stabilisert (ist im FLusi allerdings für die Katz) und ansonsten immer schön *in* den Wind drehen.
Ich beschäftige mich derzeit mit einer Piper J3C (in der Realität) auf die ich mich vertraut machen lasse. In der Praxis habe ich sie noch nicht bewegt, aber die Theorie macht einem schon Angst und Bange .

Allerdings helfen speziell bei der Extra all diese Tipps recht wenig.
IMHO ist das Verhalten völlig überzogen. Gut, sie hat ein Riesenseitenruder, und das Fahrwerk liegt sehr weit auseinander und auch einige andere Faktoren sprechen dafür, daß die Extra am Boden ein echtes Biest ist, aber sooooo extrem kann ich es mir nu wirklich nicht vorstellen.
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Dann noch zu den "schwanzlastigen T-Leitwerksflugzeugen"
Eines ist sicher:
Kein Flugzeug darf so gebaut sein, daß es in irgendeiner Weise schwanzlastig ist.
Selbst eine falsche Beladung in Richtung hinterer Schwerpunkt würde tödliche Folgen haben, da ein solches Flugzeug unweigerlich beim Strömungsabriß ins Flachtrudeln geraten würde und dieses dann nicht mehr zu recovern wäre.
Allerdings gibt es speziell bei LFZ mit T-Leitwerk ein ganz empfindliches Problem, daß nämlich dann auftritt, wenn durch einen hohen Anstellwinkel (das bedeutet noch keinen Stall) turbulente Luft auf das Höhenruder trifft. Dadurch wird das Höhenruder wirkungslos.
Aus dieser Fluglage kommt man nicht mehr heraus.
Allerdings tritt dieser Fall, wenn überhaupt, in erster Linie bei Pfeilflüglern auf, da hier die Strömung zuerst an den Flügelaußenseiten abreißt, was eine Schwerpunktverschiebung zur Folge hat. Dadurch richtet sich das Flugzeug auf, d.h. die Nase geht nach oben und das Heck nach unten.
Wird nun nicht abgefangen passiert es in der Tat, daß das Höhenruder in den turbulenten Bereich gerät und wirkungslos wird. Und dann gut nacht Marie
Ich gehe mal davon aus, daß dieser Effekt gemeint war.

HTH


Viele Grüße,
Marcus
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