Hallo Simeon,
Etwas gemogelt? Sehen wir mal!
Wenn ich mit Mitteln der Mathematik physikalische Sachverhalte beschreibe, dann muss ich doch stets darüber nachdenken, ob und wann ich mich dabei von der Realität entferne, also gewissermaßen die Physik mit selbstverständlich korrekt benutzten mathematischen Verfahren „vergewaltige“.
Drücken wir uns doch mal um das Ringintegral und legen um die auftriebliefernde Tragfläche in genügendem Abstand ein Rechteck und beginnen links oben:
Zirkulation = TAS*Tragflächentiefe + Downwash*Rechteckhöhe
+(-TAS*Tragfächentiefe) + Upwash*Rechteckhöhe
Mit dem Ausdruck –TAS*Tragflächentiefe beseitige ich den geradlinigen Anteil der Strömung und gewinne die reine Zirkulation. Nur, das Ergebnis entspricht nicht der Realität. Du kannst diese Zirkulation sicher nicht durch Wollfäden zeigen und damit nachweisen. Dann kann man sich noch die Gesamtströmung aus einem geradlinigen Anteil und einem Zirkulationsanteil zusammengesetzt denken. Aber das ist doch auch nur ein gedankliches Konstrukt und hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.
Ich will nicht bestreiten, dass die Zirkulation eine sehr praktische Größe ist um die Stärke des Auftriebs und Auftriebsverteilung längs der Tragfläche zu betrachten. Aber, sie ist nur eine durch mathematische Verfahren gewonnene Berechnungsgröße.
Viele Grüße vom Hans, der jetzt mal in vergilbten Mitschriften geblättert hat.
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