... Spooky ja schon alles gesagt - Luftloecher gibt's nicht (waer' ja ein Vakuum, in das sofort die Umgebungsluft einstroemen wuerde) - es sind Luftbewegungen von oben, hinten, vorne, usw - Turbulenzen. Die Atmosphaere ist halt permanent in ziemlich chaotischer Bewegung - der Vergleich mit Wellen oder mit dem Meer ist garnicht so falsch.
Warum gerade am/im Cumulus die Turbulenzen so heftig sind? Umgekehrt - der Cumulus wird gerade durch aufsteigende Luft erzeugt: Der Boden ist (schoener Sommertag) aufgeheizt, die warme Luft steigt (manchmal sehr heftig) nach oben. Sie enthaelt Wasserdampf, der damit in hohe, immer kaeltere Luftschichten transportiert wird - bis nun die Luft gesaettigt ist und der Dampf als Troepfchen kondensiert - das ist die Wolke ueber der Thermik. Beim Kondensieren des Wasserdampfs wird nun wieder Energie frei und im ganz schlimmen Fall entwickelt sich ein Cumulonimbus, ein CB, eine gemeine Gewitterwolke.
In einem CB herrschen teilweise auf kleinem Raum Luftgeschwindigkeiten, die locker in den 100-Knoten-Bereich gehen koennen - man sollte sowas mit dem Flugzeug immer meiden.
Das empfindlichste am Flugzeug sind dabei aber immer und vor allem die Passagiere

- unser Magen-Darmtrakt hat einen feinen Sinn, ob ein paar zehntel G an ihm zerren, unser Gleichgewichtsorgan im Innenohr meldet komische Abweichungen zu dem, was die Augen sehen - Tuete her! Das passiert aber im extremen Fall auch Piloten, Astronauten und andere Fachleute (Copiloten-Vertigo) - ist nichts Ehrenruehriges.
Normale Flugzeuge halten mindestens 4G positiv aus, 2G negativ, Kunstflugzeuge gehen an 8G positiv - die Dinger halten noch, wenn's uns Passagieren schon lange schwarz vor Augen wird
Und - ein echter Stall ist ein ERLEBNIS - nix "Luftloch", da ist man (im Extremfall fast beinahe so aehnlich wie) schwerelos, das merkt man
Viele Gruesse
Peter
P.S. Ein ganz guter Trick bei miesen Gefuehlen in Turbulenz (wenn's geht): Sitzlehnen nach hinten klappen und mehr liegen als sitzen, dann zerren die G-Kraefte die Innereien weniger. Wenn moeglich: Horizont anschauen, wenn's keinen mehr gibt, die Tragflaeche, aber NICHT nahe Gegenstaende (kein Buch lesen). Bei Piloten: Selber fliegen (man spuert die Luftkraefte in den Steuerorganen und hat einen Feedback zu den sonst nicht einzuordnenden Signalen des Gleichgewichtsorgans). Allgemein: Locker bleiben, nicht verkrampfen - macht doch eigentlich richtig Spass, der Unterschied zur Eisenbahn
