Der "Klappsitzpilot" macht, solange er auf dem "Klappsitz" (sollte man mal einbauen, so einen Klappsitz - die würden gucken

) sitzt, eigentlich nicht viel...
Der dritte Mann ist für den Schichtwechsel bei Landstreckenflügen an Bord.
Beispiel: EDDF - SAEZ (Frankfurt - Buenos Aires)
Das ist derzeit der längste Nonstop, den die LH im Programm hat. Reine Flugzeit für die einfache Strecke beträgt ca. 13,5 Std. Wärend Start und Landung (zusammen ungefähr 1,5 Std.) sind eigentlich alle drei im Cockpit (wobei der Mann auf dem Mittelsitz eben mehr oder weniger den Funk mitverfolgt und aus dem Fenster schaut).
In den 12 Enroute-Stunden sind eben immer nur 2 Mann im Cockpit, und der Dritte macht 4 Stunden Pause (wobei es hier unterschiedliche Aufteilungen geben kann - entweder 4 Std. am Stück, oder vielleicht 2 x 2 Std. usw.). Für diesen Zweck gibt es hinter dem Cockpit, neben der Crewtoilette im Oberdeck der 744 eine Schlafkabine für das Cockpitpersonal. (Ist super wenn da jemand die Toilette benutzt und die Tür mit Schwung in's Schloss fällt...)
Naja, und dann versucht eben der dritte Mann wärend seiner Pause so gut es geht zu schlafen...
Übrigens: Es gibt bei der LH (vielleicht auch bei anderen Airlines) noch so ein paar ehemalige Flugingenieure, die die Umschulung zum "vollwertigen" Piloten nicht geschafft haben oder nicht komplett machen wollten.
Die fliegen dann auf solchen Langstrecken-Legs mit und übernehmen nur die Schichten enroute, da sie weder starten noch landen dürfen. (den Job stelle ich mir irgendwie nicht so prickelnd vor - ist dann wirklich schon fast wie Busfahrer...)