Hi Martin,
> Streng genommen die Tatsache, dass es dann kein VFR, sondern
> ein IFR Flug wäre ...
da muß ich aber wiedersprechen!
Nur weil ein Flug über z.B. VORs führt, ist es lange noch kein Instrumentenflug. Wenn man seine Navigation durch elektronische Funknavigation
unterstützt kann das in manchen Situationen und Gegenden durchaus ein Vorteil sein. Im Westen der U.S.A. mag es sogar in entlegenen Wüstengegenden eine sehr sinnvolle Unterstützung sein, denn dort sind markante Merkmale am Boden durchaus rar.
Die Frage ist vielmehr, wie so eine Flug durchgeführt wird. Wenn ich nicht nur über ein VOR fliege, sonder von VOR zu VOR, insbes. entlang eines Airways, dann ist dort natürlich auch mit IFR-Verkehr zu rechnen. Im Luftraum E ist das durchaus legel, aber VFR-Piloten müssen mit ggf. starken IFR-Verkehrsaufkommen rechnen (nicht unbedingt Jets, aber Einmot-IFR-Cessna und Zweimots); andereseits müssen IFR-Flieger in VMC auch rausschauen! Auch dürfen bei dieser Navigation natürlich keine Lufträume C und D berührt werden. Aber wie gesagt - es ist legal, meiner Meinung nach.
> Ich denke, das spannende bei einem VFR Flug ist wirklich die
> Orientierungsfrage. Also schön mit der ICAO Chart nach Flüssen,
> Strassen, Orten, markanten Sendemasten etc. Ausschau halten und
> danach fliegen.
Sicher kann das spannend sein, aber gerade wenn bei marginalem (aber immer noch VMC-Wetter) die Navigation langsam anspruchvoll wird, dann ziehe ich doch
alle Möglichkeiten der Navigation heran. Navigation soll ja nicht dem Selbstzweck dienen, sondern mich sicher ans Ziel bringen.
Ein VOR benutzen in VMC ist ja immer in Ordnung, wenn es der Unterstützung dient. Von selbstgestrickten IFR-Verfahren soll hier natürlich keine Rede sein. Die sind verboten, gefährlich und nur allzuoft leider auch tödlich.
Markus