Zitat:
Original geschrieben von wol
Wenn Mohaa wirklich so realistisch ist, wie beschrieben, dann find ichs sogar recht gut. Soviel ich weiß wussten die Leute früher zB. vor dem ersten Weltkrieg überhaupt nicht, wie es da wirklcih zugeht. Die dachten noch an Heldentum und tolle Gelegenheiten , um sich zu beweisen. Durch so ein Spiel kriegt man dann jedenfalls einmal mit, wie wenig Chancen zu überleben man in Wirklichkeit hat, wenns hart auf hart geht. Das hat ja wohl nix mit Gewaltverherrlichung zu tun, eher das Gegenteil.
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Naja, realistisch ist halt Ansichtssache. Ich beziehe mich jetzt konkret auf die 3. Mission mit der Invasion am Strand der Normandie. Man wird ständig von einem MG aufs Korn genommen, aber wenn man hinter einer Panzersperre genau auf 12 Uhr ist passiert einem 100%ig nichts. Keine Querschläger, keine Artillerie, keine Splitter einfach nichts. Wenn dann der MG-Schütze Pause macht kann man problemlos die nächste Deckung mit einem SPRUUUUUUNG - VORWÄÄÄÄÄÄÄRTS (GWD wissen was ich meine ;-)) erreichen. In Wirklichkeit geht die Neuausrichtung des MG's wesentlich schneller.
Daraus schließe ich, daß der Spieler das Gefühl bekommen soll trotz widrigster Umstände heldenhaft die Mission bestanden zu haben - was aber natürlich realistischerweise niemals in dieser Form möglich gewesen wäre. Und das ist dann schon irgendwie auf subtile Art eine Gewaltverherrlichung weil der Spieler dann denkt: ja sicher es gab viele Opfer aber ich hab's geschafft und die anderen hätten's auch schaffen können wenn sie es so gemacht hätten wie ich.
Ich finde daher daß die oben zitierte geringe Chance zu überleben in Wirklichkeit nochmals mindestens um die Hälfte kleiner ist. Angeblich soll z.B. die Erstfassung der Invasion in Saving Private Ryan _wirklich_ realistisch gewesen sein und mußte daher entschärft werden - Kommentar überflüssig...