Flo, 19, Computer-Freak
„Ich bin computersüchtig und nicht stolz drauf“
Das Internet ist für den Schulabbrecher Flo „die große Freiheit“. Pro Tag spielt und chattet er mindestens zwölf Stunden am Computer und behauptet, mittlerweile das händische Schreiben verlernt zu haben. Die Mehrzahl seiner Freunde hat Flo im Net und hofft, dort auch ein Mädchen zu finden: „Beim Chatten sind Aussehen und Oberflächlichkeiten nicht so wichtig.“
Die Szene
Ursprung: Spätestens Mitte der Neunziger wird der PC zum Massenmedium und damit auch für Junge erschwinglich. Seither hat das Internet die Jugendszenen internationaler gemacht als je zuvor.
Musik:Flo hört Metal, aber in der Community gibt es Fans aller Musikrichtungen. Und eigene Chaträume für Metal, Punk und HipHop.
Mode: Völlig egal. Typische Computerfreaks sind „Nerds“ mit Brille, kariertem Hemd, altmodischen Hosen. Aber Flo ist auch Metal-Fan, daher kleidet er sich immer schwarz.
Medien:Eine unüberschaubare Flut an Magazinen. Richtige Computer-Freaks haben eine Abneigung gegen Gedrucktes und holen sich die Infos günstig aus dem Net. Flo empfiehlt eine einzige Zeitschrift, „WCM“, die alle drei Wochen erscheint.
Attitude: „If it’s too much information for you, you are too old.“ Während der konsum- und action-orientierte Typ sich vor den PC setzt, wenn ihm das Geld ausgegangen ist, lebt der „Nerd“ kontakt- und beziehungsscheu: Das wahre Leben spielt sich in der virtuellen Welt ab.
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