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Alt 08.03.2002, 03:08   #4
Herwig
Inventar
 
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Die Anzeigen der "softwaremaessig" ermittelten Messwerte (egal ob im BIOS oder mit einer Applikation unter Windows/Linux/Sonstwas) sind grundsaetzlich ungenau. Das liegt in der Natur der Sache. In einem Datenblatt des Sensor-Chips 8705 der Firma ITE (auf vielen Motherboards drauf) steht doch tatsaechlich drin, dass eine ZWEISTELLIGE Prozentzahl der Abweichung vom realen Wert als NORMAL eingestuft wird.
(Gilt auch fuer manche Sensor-Chips anderer Firmen.)
Das bedeutet, dass die angezeigten Werte wirklich nur Richtwerte sind und nicht mehr.
Technisch liegt das daran dass die Spannungen aus Preisgruenden nur mit einem einzigen Digital-Analog-Wandler gemessen werden (innerhalb des Chips) und dieser staendig mit geeigneten Sample&Hold-Schaltkreisen zwischen den verschiedenen Spannungseingaengen umschalten muss. Dazu werden recht einfache "Schalter" benutzt, die leichte Spannungsspitzen verursachen, welche wiederum auf die Messergebnisse Einfluss haben. Dies erklaert auch, weshalb manche Sensor-Chips auf jedes Husten des CDROMs anspringen: kurze Belastung einer Leitung und dieser Einfluss pflanzt sich eben fort.
Kurz und gut: Das die Temperaturanzeige der nicht in der CPU-befindlichen Sensoren nur Zierde ist, weiss inzwischen jeder. Und nun muss man zur Kenntnis nehmen, dass dies leider auch weitgehend fuer die Spannungssensoren gilt !!!

Anmerkung: Reale Messungen im Labor finden ganz anders statt, zB direkt am Ort des Geschehens, also beim Verbraucher wo man sich moeglichst nah am Bauteil auf eine Leitung draufhaengt und dadurch auch die Leitungs-Verluste (jaja, auch Milli-Ohm wirken sich aus, besonders bei kleinen duennen Leitungen) von vornherein ausschaltet.
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