Hallo !
Einen VOR (DME) NDB Anflug gibt es schon, z.B. in Griechenland die Anflüge auf die Rwy 35 in Kerkira,die Rwy 02 in Skiathos, wobei letztere sogar ein VORTAC NDB Anflug ist und Mannheim Coleman Rwy 05.
Es werden dann halt beide Navigationshilfen für den Approach benötigt.
Meißt beginnt der Standard Approach an der Anflughilfe selber (IAF)und führt dann über angegebene Kurse und Verfahrenskurven auf den Final Approach.
Die jeweiligen Mindesthöhen sind aber dargestellt und können auch ohne große Berechnungen oder DME Hilfe durch Seitenpeilungen zu anderen Navigationshilfen ermittelt und eingehalten werden.
Ab der Anflughilfe muß man jedoch den Punkt ermitteln, ab dem man den Anflug abbrechen muß, wenn keine Sichverbindung zur Rwy besteht (MAP).
Dieser MAP (Missed Approach Point) kann mit der Anflughilfe zusammenfallen, er kann aber auch in Richtung Rwy verlegt sein. Hat man dann kein DME zur Verfügungm muß man sich diesen Punkt in der Tat rechnerisch ermitteln, indem man die Geschwindigkeit über Grund zu Hilfe nimmt und die Zeit ab der Anflughilfe mit der Borduhr stoppt.
Da bei jeder GS in einer bestimmten Zeit auch eine bestimmte Strecke über Grund zurückgelegt wird, kann man also errechnen , wann man den MAP erreicht hat.
In den Anflugkarten sind für bestimmte GS schon die Zeiten bis zum Erreichen des MAP vorgegeben, so daß man von der eigenen Berechnung entlastet ist, und nur noch auf die Zeit achten braucht.
In jedem Fall aber obliegen derartige Anflüge größeren Sicherheits-
vorgaben als Präzisionsanflüge.
Würde z.B. in Paderborn der ILS Anflug versagen müßte man automatisch einen LOC Anflug oder, wenn auch der LOC versagt einen NDB/DME Anflug durchführen. Liegt beim ILS die DH (Entscheidungshöhe) noch bei 200´
AGL wird sie für den LOC oder NDB/DME Anflug auf 461´AGL hochgesetzt.
MfG Frank
