Klar,
Kunstlicht ist immer ziemlich orange. (Erst recht, wenn man mit Tageslichfilm fotografiert.) Das Auge paßt sich der Farbtemperatur (so heißt diese Art "Farbstich" technisch) und allgemein einem vorherrschenden Farbton an, es kalibriert sich sozusagen ständig neu.
Ich vermute, daß die Art der Wahrnehmung individuell verschieden ist, wie sehr sich das Auge gerade angepaßt hat - das ist in etwa vergleichbar damit, daß zwar viele Menschen relativ zueinander Töne genau wahrnehmen können (als Intervall, Klang etc.), aber ein absolutes Gehör selten ist.
Ähnlich verhält es sich mit der Helligkeit der Nachttexturen. In der Realität paßt sich das Auge unmerklich an und ist nachts viel empfindlicher. Würde man die absolute Helligkeit von Tag- und Nachtszenerie im Flusi mit der Wirklichkeit vergleichen, wäre es nachts im Flusi fast noch zu hell. Da aber viele den Eindruck am Monitor mit ihrem wirklichen Sehvermögen nachts vergleichen, erscheint es ihnen zu dunkel. Diese Hell-Dunkel-Adaption ist auch individuell verschieden. Weil aber nicht allen klar ist, daß nicht jeder genau so sieht wie man selbst, werden die Diskussionen nie enden. Microsoft mußte einen Kompromiß machen, und der ist nie perfekt.
Ach ja, die Qualität des Monitors ist natürlich auch ganz entscheidend, wie "real" man die Farben nun empfindet. Meiner hat z.B. eine hohe Farbsättigung, da erscheinen manche Freeware-Texturen schnell wie in Bonbonfarben, wenn sie an anderen Monitoren designt wurden..... etc. pp.
Soviel zur "Farbrealität"
Tschüs,
Betto
PS. Mir sind die Nächte im MSFS auch zu dunkel, aber siehe oben.
