Hallo Elmar,
nun bin ich wirklich überrascht, so einen umfassenden Beitrag auf meine Frage habe ich wirklich nicht erwartet. Da bleiben mir ja nur noch ein paar unbedeutende Fragen und Anmerkungen.
Du schreibst:
Schubleistung = F (Schubkraft) * V (Fluggeschwindigkeit)
Was nimmst du als V für diese Formel? IAS, TAS oder GS?
Wenn Du mL als LuftmasseDURCHSATZ bezeichnest, dann ist nach meinem Sprachverständnis das „geteilt durch t“ darin schon enthalten. Die Einheit für mL ist deshalb kg/sec. Üblicherweise nimmt man als Formelzeichen für einen Massedurchsatz mPunkt, ein kleines m mit einem Punkt mittig darüber.
Im Nenner deiner Endformel für den Vortriebswirkungsgrad kommt, wenn du mL/2 ausklammerst, der Audruck (VAQuadrat - VEQuadrat) vor. Dafür kannst Du aber auch
(VA + VE)*(VA – VE) einsetzen und die ganze Formel durch Kürzen sehr vereinfachen:
Vortriebswirkungsgrad = 2VE/(VE +VA)
Den Vortriebswirkungsgrad sollte man für den Reiseflug betrachten. Im Stand geht diese Größe gegen Null, wegen VE gegen Null und weil VA stets erheblich größer Null ist, das macht keinen Sinn.
Ich sehe es wie du. Für ein Triebwerk mit mehr Schub sollte man zuerst den Luftmassendurchsatz erhöhen, bevor man VA anhebt. Das bedeutet natürlich, dass man die Stirnfläche des Triebwerks vergrößern muss, damit es „mehr Luft einfangen kann“. Jetzt verstehe ich auch, warum die Triebwerksgondeln unter den Tragflächen einen so riesigen Durchmesser haben.
Gruß!
Hans
PS Meine Beschleunigungsleistung ist das gleiche wie deine Strahlleistung. Es ist die Leistung, die man zur Beschleunigung der Luft aufbringen muss.
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